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Kipp Kipp Hurra

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TSV Obergimpern verteidigt durch ein 0:0 gegen den VfB Eppingen II die Tabellenführung − Gute Torleute auf beiden Seiten

Fussball - Patrick Kipp kam sich vor wie an seinem Geburtstag. Nach dem Schlusspfiff durfte der Torwart des TSV Obergimpern zahlreiche Glückwünsche entgegen nehmen. "Gut gemacht, Patty!" "Super, Patty!" Spieler und Fans waren voll des Lobes und klopften dem 21-Jährigen anerkennend auf die Schultern. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen: Wenn er weiter solch gute Leistungen zeigt, werden sie ihn in Gimpern bald mit "Kipp Kipp Hurra"-Sprechchören huldigen.

0:0. Mit einer Nullnummer endete am Sonntag das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga Sinsheim gegen den VfB Eppingen II. Dass der TSV auch am 8. Spieltag den Platz an der Sonne verteidigte, dass er als einziges Team der Liga weiter ungeschlagen bleibt, lag unter anderem an Kipp. Der Keeper wurde zum Mann für alle Bälle und hielt, was zu halten war. Das ist insofern erstaunlich, weil er sich in den vergangenen Wochen zum Feldspieler umschulen ließ, mal im Sturm, mal in der Abwehr oder im Mittelfeld kickte. Nun, da die beiden etatmäßigen Torhüter Alexander Rödler (Bänderdehnung in der Schulter) und Janis Schlick (Beckenbruch) verletzt sind, muss Kipp wieder als Ballfänger ran.

Komplimente "Es ist schön, wenn man solche Spieler hat, die alles können. Auf Patrick kann man sich verlassen", sagte Wilfried Guthörle, der 2. Vorsitzende, und sprach von einem "gerechten Unentschieden": "Es hätte auch 2:2 ausgehen können." Genauso sah es Marco Unser, der Spielertrainer des VfB: "Das Ergebnis ist okay. Beide Torleute haben gut gehalten."

Patrick Kipp trug dieses Mal ein orangefarbenes Trikot. Es schien eine kugelsichere Weste zu sein. In der 19. Minute entschärfte er mit einer Glanzparade einen Schuss von Dennis Kuhmann, in der 73. Minute und in der 75. Minute musste er sich nach den gefährlichen Bällen von Felix Bergold und Muharrem Kara strecken. Sein Gegenüber, Eppingens Keeper Jannik Hauber, war ebenfalls äußerst fingerfertig. Hauber wehrte prächtig gegen Christopher Lakos ab (19.), auch gegen Simon Lakos (27.) packte er zu. In der zweiten Halbzeit rettete Innenverteidiger Benjamin Hönnige für den VfB auf der Linie (53.), Simon Lakos schob später den Ball nur knapp am Tor vorbei (69.). Der VfB war spielerisch reifer, der TSV hielt vor 180 Schaulustigen kämpferisch dagegen und war immer wieder gefährlich.

Beide Teams konnten mit dem 0:0 gut leben. "Es werden nicht viele Mannschaften in Obergimpern gewinnen. Gut war, dass wir die Ordnung gehalten haben. Das war eine gute Mannschaftsleistung", sagte Marco Unser und freute sich für seinen Schlussmann, der eine Woche zuvor beim 1:6 gegen den SV Rohrbach gepatzt hatte. "An diesem Spiel in Obergimpern kann sich Jannik hochziehen." Der TSV war nicht minder zufrieden − vor allem angesichts der personellen Situation. Neben den beiden etatmäßigen Keepern, den Langzeitverletzten und dem gesperrten Mohamed Kadorah fiel gegen Eppingen krankheitsbedingt Libero Daniel Müller aus. "Da ist ein Punkt gegen Eppingen in Ordnung", sagte Wilfried Guthörle.

Klar ist: Patrick Kipp wird weiter Handarbeit verrichten. Und vorerst im Tor bleiben beim TSV. esc

TSV Obergimpern: Kipp − Wirch, A. Seußler, Santner, Faul, Rockstuhl, Schweiger (80. M. Seussler), Schuster, C. Lakos, S. Lakos, Mutig (71. Hoxhaj).

VfB Eppingen II: Hauber − Veith, Reichert, Hönnige, M. Bergold − F. Bergold, Schweinfurth − Kuhmann, Knapp (80. Unser), Gräßle (60. M. Kara) − E. Kara.

Tore: Fehlanzeige.

Schiedsrichter: Martin Walzer; Zuschauer: 180.

Nicht zu überwinden: Patrick Kipp vom TSV Obergimpern.Foto: Klaus Krüger
Nicht zu überwinden: Patrick Kipp vom TSV Obergimpern.Foto: Klaus Krüger
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