Ittlingen verschafft sich etwas Luft
Fussball - Es stand für den TSV Ittlingen im Kraichgauschlager viel auf dem Spiel. Hopp oder top, Abstiegsnot oder einmal tief Durchatmen bis zum nächsten Spiel.

Fussball - Es stand für den TSV Ittlingen im Kraichgauschlager viel auf dem Spiel. Hopp oder top, Abstiegsnot oder einmal tief Durchatmen bis zum nächsten Spiel. Am Ende der 90 spannenden Minuten stand fest: Die Ittlinger dürfen Luftholen. Nach dem 2:1-Sieg über den SV Hilsbach können sie sich weiter berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der Kreisklasse A Sinsheim machen.
Hellwacher Beginn
Trotz des späteren Beginns ("Die Hilsbacher haben angerufen und gefragt, ob wir wegen zahlreicher Konfirmationsgäste zeitlich verlegen könnten", so TSV-Vorstand Manfred Schenk) zeigten sich beide Mannschaften von Beginn an hellwach. Es stand auch viel auf dem Spiel, vor allem für die Ittlinger, denen im Falle einer Niederlage und einem gleichzeitigen Punktgewinn des FC Weiler ein Abstiegsplatz drohte.
Auf der Spieluhr waren erst wenige Minuten herunter getickt, als den zahlreichen Ittlinger Anhängern der Atem stockte. Nachdem InterimsSpielertrainer Andreas Sitzler eine brenzlige Situation geklärt hatte, traf ihn Raphael Schaffer im Übereifer des Gefechts hart am linken Bein. Sofort ging Sitzler zu Boden, wälzte sich stöhnend mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen und hielt sich das lädierte Knie. Doch nachdem der erste Schmerz verklungen war, biss der Abwehrchef die Zähne zusammen und nahm das Spiel wieder auf.
So konnte der Interimstrainer vom Feld aus beobachten, wie Steve Hiobi, Marcel Bohl und Tiago Sousa gute Chancen hatten, die Käfer in Führung zu schießen. Doch es dauerte bis zur 21. Minute, ehe die Heimelf über einen Treffer jubeln konnte.
Steve Hiobi schnappte sich kurz vor der Mittellinie den Ball, führte ihn 40 Meter weit mit und netzte überlegt zur 1:0-Führung für den TSV Ittlingen ein. Danach agierten die Gastgeber verhalten, dadurch kamen die Hilsbacher besser ins Spiel, doch die Abwehr um Sitzler stand weiter sicher.
Unglückliches Eigentor
Die zweiten 45 Minuten wurden von beiden Mannschaften offensiv geführt, wobei sich beide Abwehrreihen als Rückhalt erwiesen. Die scheinbare Vorentscheidung fiel in der 71. Minute. Einen Ittlinger Konter lenkte Kevin Barther ins eigene Tor ab und es hieß 2:0 für die Heimelf. Denen stockte in der 82. Minute der Atem, als Schiedsrichter Jürgen Weber bei einer Ittlinger Aktion auf Rückpass entschied und den Hilsbacher einen Freistoß zusprach. Den nutzte Andreas Knapp zum Anschlusstreffer.
In einer hektischen Schlussphase hätte Alexander Koch alles klar machen können. Da ihm jedoch die Nerven versagten, mussten die Ittlinger bis zum Schlusspfiff zittern. Doch am Ende durften sie sich doch über die drei wichtigen Punkte im Abstiegskampf freuen.
TSV Ittlingen: Slawinsky, Oliveira F., Klein, Schott (65. Schäfer), Sitzler, Dworschak (26. Koch), Bohl, Neef, Sousa, Oliveira A.(82. Schenk), Hiobi
SV Hilsbach: Engelmann, Muth, Hennig, Vetter, Celik, Knapp, Schaffer (75. Pisot), Barther, Powrosnik, Bauer, Loch
Tore: 1:0 (21.) Hiobi, 2:0 (72.) Barther (Eigentor), 2:1 (82.) Knapp;
Karten: Gelb-rote Karte: (88.) Schenk (Ittlingen); (89.) Knapp (Hilsbach)
Schiedsrichter: Jürgen Weber (FC Kirchhausen); Zuschauer: 180
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare