Henrik ohne Dora
Fussball - Henrik Arnold hat sich längst daran gewöhnt. Daran, dass sein Name falsch geschrieben und manchmal auch falsch ausgesprochen wird. "Hendrik", sagen die Leute gerne, Hendrik mit d. Dabei ist er ein Henrik ohne Dora, ohne d. "Es gibt kein d bei mir", sagt Henrik Arnold.

Fussball - Henrik Arnold hat sich längst daran gewöhnt. Daran, dass sein Name falsch geschrieben und manchmal auch falsch ausgesprochen wird. "Hendrik", sagen die Leute gerne, Hendrik mit d. Dabei ist er ein Henrik ohne Dora, ohne d. "Es gibt kein d bei mir", sagt Henrik Arnold.
Teamwork Gut möglich, dass man ihn und seinen Namen bald besser kennt. Wenn er ab nächster Saison Trainer des VfB Eppingen II sein wird, steht er mehr im Mittelpunkt als jetzt − als Trainer der B-Junioren, die er seit viereinhalb Jahren betreut. Zusammen mit Marco Unser, der Werner Habiger als Coach der ersten Mannschaft beerbt, kümmert er sich dann um den 33 Mann großen Kader der beiden Herrenteams. Henrik und Marco, H & M, sollen den Kickern aus dem Kraichgau Beine machen.
Dass es so weit gekommen ist, verwundert Arnold selbst ein bisschen. "Ich bin auch überrascht. Ich bin sehr gerne Trainer der B-Junioren. Und ich hätte auch gerne weitergemacht", sagt der 36-Jährige aus Brackenheim-Botenheim. Die Dinge nahmen aber einen anderen Lauf. Erst die Ankündigung, dass sich der VfB und Werner Habiger im Sommer trennen werden. Dann der Anruf und das Angebot vom Verein, Chef der U23 zu werden. Arnold mit ins Boot zu holen für den Herrenbereich, war die Idee mehrerer Seiten. "Das Kuriose war, dass, als ich Henrik vorgeschlagen hatte, auch Stefan Wild gesagt hat, dass er an ihn schon gedacht hat", erzählt Marco Unser.
Es war ein naheliegender Gedanke. Arnold ist schon immer irgendwie ein Eppinger gewesen. Acht Jahre hat er beim VfB gespielt, die meisten davon Mitte, Ende der 90er-Jahre unter Werner Habiger in der Verbandsliga. Nach einem Abstecher zum FC Berwangen kehrte er zum VfB zurück, ehe ihn eine Verletzung zum Karriereende zwang. 2007 verpflichtete Vereinschef Steffen Häffner seinen alten Mitstreiter als Coach für die B-Junioren der SG Eppingen/Rohrbach. "Henrik kann auf die Menschen zugehen und gut mit jungen Leuten zusammenarbeiten", sagte Häffner damals.
Bestätigung
An seiner Einschätzung hat sich bis heue nichts geändert. Arnold arbeitet mit Hingabe und Herzblut, mit Lust und Leidenschaft. Vergangene Saison stürmte er mit seiner Boygroup an die Spitze der Landesliga und stieg als Meister in die Verbandsliga auf. Dort läuft es derzeit nicht so gut. Letzter ist der VfB, mit fünf Pünktchen und nur einem Sieg. "Am Ende der Hinrunde gab es einen Aufwärtstrend. Wir waren knapp dran, ein Spiel zu gewinnen", erklärt Arnold und hofft auf die Rückrunde. Die beginnt am 10. März, mit einem wichtigen Auswärtsspiel beim SV Kickers Pforzheim, der Drittletzter ist. "Vielleicht schaffen wir es ja noch", sagt Arnold. "Mit der Drei-Punkte-Regel ist vieles möglich."
Für den Verein werden mit Marco Unser und Henrik Arnold "zwei Wunschkandidaten" die neuen Trainer der ersten und zweiten Mannschaft. Nein sie sollen das Rad nicht neu erfinden. Sie sollen den von Werner Habiger eingeschlagenen Weg fortführen. Es soll weiterhin Trainerstammtische geben, es soll weiterhin ein reger Austausch stattfinden. "Wir werden nicht viel anders machen, aber es kann ein paar Modifikationen geben", sagt Steffen Häffner und ist überzeugt, dass Unser und Arnold im Zusammenspiel harmonieren werden. Das glauben die Beiden selbst auch. "Hendrik und ich, das passt", erklärt Marco Unser.
Hendrik? Auch Unser wird Henrik Arnold, den Henrik ohne Dora, schon noch richtig kennenlernen.
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