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"Er lebt in anderen Dimensionen"

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Lars Karl, Spielertrainer des FC Berwangen, über die Ansichten von Uwe Rapolder

Herr Karl, Uwe Rapolder ist entsetzt, dass ein guter Spieler wie Sven Rahmlow vom FC Heilbronn zum FC Berwangen wechselt.
Lars Karl: Sven Rahmlow hat die Querelen beim FC Heilbronn und vorher VfR Heilbronn einfach satt.
Finden Sie es despektierlich, wenn Rapolder so über Berwangen redet?
Karl: Jeder darf seine Meinung frei äußern, das ist okay. Nur lebt Uwe Rapolder in anderen Dimensionen.
Rahmlow ist nicht der Erste, den es von Heilbronn nach Berwangen zieht. Woran liegt das?
Karl: Der FC Berwangen ist ein gut geführter Verein mit Perspektive, der FC Berwangen ist auch menschlich. Das vermisst man in Heilbronn - die Offenheit, die klaren Ansagen, das Einhalten von Versprechen. So ging es mir ja auch. Ich wollte nach dem Jahr Chaos einfach mal Ruhe haben, Fußball spielen und mich nur auf den Sport konzentrieren können.
Was sind die Stärken Rahmlows?
Karl: Linksfuß. Spielübersicht. Er ist pfeilschnell und passt kameradschaftlich perfekt rein. Dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen. Harry Stürner, unser Spielausschussvorsitzender, schaut immer nach Spielern, die auch harmonieren - ähnlich wie Anton Till beim VfL Brackenheim. Er will keine Quertreiber, er sondiert. Was Rahmlow betrifft: Er hat sicherlich auch wegen der Connection Marcus Tautz/Lars Karl zugesagt. Wir haben vergangenes Jahr mit ihm in Heilbronn zusammengespielt, da ist ein freundschaftliches Verhältnis entstanden. Auch als wir nicht mehr in einer Mannschaft waren, waren wir ständig in Kontakt.
Ist Rahmlow der letzte Heilbronner Neuzugang für nächste Saison?
Karl: Er ist der letzte.
Der letzte Neuzugang überhaupt? Oder kommt noch jemand?
Karl: Das hängt von der Liga ab, in der wir spielen. Wir sind da noch in Verhandlungen.
Mit Christian Layher hat's ja nicht geklappt. Er bleibt in Brackenheim.
Karl: Das hat Layher selbst erst aus der Zeitung erfahren. Ich sage: Da ist noch nichts entschieden. Wir haben nach wie vor Interesse.
Und der Brackenheimer Jochen Schmid?
Karl: Er hält sich's noch offen. Er möchte nicht Bezirksliga spielen. Das muss man auch verstehen.
In welcher Liga spielt der FC Berwangen denn nächste Saison?
Karl: In der Landesliga.
Über die Relegation oder als Meister?
Karl: Als Meister.
Mit anderen Worten: Der FC Berwangen gewinnt am 22. Mai das Spiel der Spiele bei Tabellenführer VfB Eppingen.
Karl: Wir gewinnen. Weil wir wissen, um was es geht - das war in den Spielen der Rückrunde oftmals nicht der Fall. Weil wir bis auf Rene Wittmer alle Mann an Bord haben. Und weil Totgesagte länger leben. Auf uns setzt keiner mehr ein Pfifferling. Genau das ist unsere Chance.
Auch der VfB Eppingen weiß, um was es geht.
Karl: Klar, der VfB hat einen Lauf, und Gerd Doll wird seine Mannschaft natürlich richtig einstellen. Aber was sich im Hinterkopf seiner Mannschaft abspielt, kann auch ein Trainer wie er nicht verhindern. Das weiß ich jetzt aus eigener Erfahrung.

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