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Ein Teufelskerl namens Denis Riedel

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Torwart hält dem TB Richen den 4:2-Erfolg gegen den FV Landshausen fest − Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt

Aggressiv am Mann: Timon Hauber vom TB Richen (links).Foto: Alexander Bertok
Aggressiv am Mann: Timon Hauber vom TB Richen (links).Foto: Alexander Bertok

Was waren das für Steinbrocken, die den Spielern und Betreuern des TB Richen von den Schultern fielen. Mit 4:2 gewannen die Turner am Samstagabend das Kellerduell in der Kreisklasse A Sinsheim gegen den FV Landshausen. Schnell war ein Kästchen Freibier herangekarrt, die Spieler versammelten sich zum Kreis mitten auf dem Platz, feierten den Sieg und schworen sich auf die nächsten Aufgaben ein. Denn gewonnen ist für die Richener noch nichts. Sie müssen weiterhin zittern, ob sie in der nächsten Saison auch wirklich mit einer Mannschaft in der A-Klasse an den Start gehen können.

In den ersten 30 Minuten hatte es für den TB bei strömendem Regen nicht gut ausgesehen "Denis Riedel hat uns im Spiel gehalten", wusste Abteilungsleiter Matthias Weidner, wem der Dank in erster Linie gehörte − dem Torwart. Zwar hatten die Gastgeber bereits nach 40 Sekunden durch Fabian Ehehalt die erste Möglichkeit, doch danach nahmen die Kraichtaler das Heft in die Hand, waren optisch überlegen und drängten die Platzherren in deren Hälfte zurück.

Paraden In der 23. Minute lag dem zahlreichen Landshausener Anhang der Torschrei schon auf den Lippen, nachdem sich Vincent Stather auf Linksaußen durchgesetzt und Riedel bereits ausgespielt hatte, aber ein TB-Spieler in höchster Not noch auf der Linie klären konnte. Nur zwei Minuten später war Teufelskerl Riedel zur Stelle und lenkte einen Schuss von Felix Blösch mit einem starken Reflex noch an den Pfosten. "Den Ball halten in der A-Klasse nur wenige", sagte Richens Urgestein Thorsten Hirzel.

Führung Aus dem Nichts heraus fiel dann die Richener Führung. Ein Freistoß von Marian Wieser aus dem rechten Halbfeld wurde lang und länger und senkte sich zum Entsetzen von FVL-Keeper Mirco Heinrich ins lange Eck (31.). Danach spielte nur noch eine Mannschaft − die Roten aus Richen. "Nach dem Führungstreffer hat sich die Einstellung der Mannschaft geändert", sagte Weidner nach der Partie und fügte hinzu: "Das Spiel war eine Charakterprobe, es ist richtungsweisend für die kommenden Wochen."

Groß war die Freude beim Richener Anhang, als Julien Rodewald, der engagierte A-Juniorenspieler, vor den Augen des Mannschaftskameraden Sebastian Kreiter das 3:0 markierte. Kreiter war extra aus Stebbach herbeigeeilt, um nach seinem eigenen Spiel mit den A-Junioren die Vereinskollegen anzufeuern und zu unterstützen. So wurde er Zeuge, als Timon Hauber in der 82. Minute noch das 4:0 nachlegte. Doch danach ließen die Richener die Zügel etwas schleifen und kassierten noch zwei Gegentore in der Schlussphase. nit

TB Richen: Riedel, Ehehalt, Urcun, Vidic (Oßwald), Bittner, Kilic (Hauber), Krüger (Rodewald), Wieser, Edwell, Hirzel, Weidner

FV Landshausen: Heinrich, Imhof, Kopp, Henrich (Seth), Boutachmah, Mayer, Blösch, Schäufele, Knöller (Roth), Kilian, Stather (Winter),

Tore: 1:0 (31.) Wieser, 2:0 (65.) Hirzel, 3:0 (80.) Rodewald, 4:0 (82.) Hauber, 4:1 (84.) Winter, 4:2 (90.) Boutachmah.

Schiedsrichter: Schweizer (Leonberg); Zuschauer: 80

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