Der Zabergäu-Pokal
Fussball - Der Kraichgau-Stimme-Cup ist endgültig ein Zabergäu-Pokal: Dank eines 5:1-Erfolgs im Endspiel gegen Türkspor Neckarsulm gewann der VfL Brackenheim gestern Abend das Hallenfußball-Turnier der SG Kirchardt - und nahm den großen Preis unserer Zeitung für immer zu sich ins Vereinsheim.

Fussball - Der Kraichgau-Stimme-Cup ist endgültig ein Zabergäu-Pokal: Dank eines 5:1-Erfolgs im Endspiel gegen Türkspor Neckarsulm gewann der VfL Brackenheim gestern Abend das Hallenfußball-Turnier der SG Kirchardt - und nahm den großen Preis unserer Zeitung für immer zu sich ins Vereinsheim. Nach 2005 und 2007 war es für den Landesligisten aus dem Württembergischen der dritte Triumph innerhalb von vier Jahren. Platz drei ging an den FC Heilbronn, der im kleinen Finale den angriffslustigen TSV Obergimpern erst mit 8:6 nach Neunmeterschießen bezwang.
Durchmarsch
Es war kurz nach 18.30 Uhr, als Achim Müller den Kraichgau-Stimme-Cup aus dem Badischen verabschiedete. „Wer drei Mal unser Turnier gewinnt, hat den Pokal auch verdient“, sagte der Vorsitzende der SG Kirchardt bei der Siegerehrung. Das sah auch der VfL so. „Wir sind halt einfach eine Turniermannschaft. Und mit einem Torjäger, wie wir ihn haben, kann man einfach nur Erfolg haben“, grinste Malte Blechschmitt.
Acht Spiele, acht Siege: Der VfL wurde seinem Ruf als „Hausmeister“ der Region einmal mehr gerecht. Durch die Vorrunde spazierte er ebenso souverän wie durch die Hauptrunde, in der es nur beim 5:3 gegen den FC Heilbronn etwas eng wurde. Im Finale gegen Türkspor Neckarsulm ließ es die Mannschaft von Betreuer Karsten Graf im Spiel mit der Bande dann so richtig krachen. Nach dem 0:1 durch Erdinc Das traf Robin Heiler drei Mal ins Schwarze, dann machten Sahin Erisen und „Jupp“ Aras mit ihren Toren zum 4:1 und 5:1 den Sieg perfekt.
Ob der VfL Brackenheim Fußball künftig nur noch im Innendienst, in der Halle, austragen sollte? „Vielleicht wäre das besser. In der Halle sind wir gut“, sagte der stellvertretende Abteilungsleiter Anton Till und meinte: „Wenn wir so auch im Freien spielen, bin ich zufrieden. Wenn alle fit sind, haben wir eine gute Mannschaft.“ Türkspor hingegen war enttäuscht. Man habe den besten Fußball der Veranstaltung gezeigt. „Aber im Finale sind wir ausgekontert worden. Brackenheim hat unsere Schwächen ausgenutzt“, erklärte Cem Kara.

Bestes Team aus dem Kraichgau war der TSV Obergimpern, der Platz vier belegte. Besonders brisant verliefen die Duelle gegen den alten Rivalen FVS Sulzfeld, den man in der Vor- und Hauptrunde jeweils mit 4:3 schlug. „Da war Feuer drin. Das sind die Spiele, die am meisten Spaß machen“, fand Stürmer Christopher Lakos. Dass es nicht zu Platz drei reichte, war Pech. Im kleinen Finale gegen den FC Heilbronn hatte sich der TSV durch Tore von Tim Rockstuhl, Simon Lakos und Christopher Lakos (zwei Treffer) ins Neunmeterschießen gerettet, dort aber den Kürzeren gezogen.
Überraschungen
Wer sonst noch auffiel? Der TSV Ittlingen beispielsweise, der es als einziger A-Ligist in die Hauptrunde schaffte. Und die SG Kirchardt. Der Titelverteidiger landete mit einem 11:0 gegen den FC Neckarzimmern den höchsten Sieg, musste aber im ersten Spiel am Sonntag der langen Winterfeier am Samstagabend Tribut zollen.
Hinter den Erwartungen blieb der VfB Eppingen zurück. Nach einer souveränen Vorstellung in der Vorrunde konnte der Turnier-Novize gestern nur noch gegen den FVS Sulzfeld gewinnen. Die Derbys gegen die SG Kirchardt (2:4) und den TSV Obergimpern (0:4) verlor der Tabellenzweite der Landesliga Rhein-Neckar ebenso wie das Duell gegen Türkspor Neckarsulm (2:3). „Man hat gemerkt, dass wir seit Jahren kein Hallenfußball gespielt haben“, erklärte Betreuer Lothar Berneker und verzichtete darauf, Trainer Werner Habiger eine SMS nach Ägypten zu schicken: „Das mach' ich lieber nicht. Der Werner soll in Ruhe Urlaub machen und sich erholen.“
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