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Auf der Euphoriebremse

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Fussball - Nach Platz zwei im vergangenen Jahr gibt sich der 1. FC Stebbach betont bescheiden

Von Nicole Theuer
Fussball - Es ist schon ein seltsames Bild, das sich den Kiebitzen beim Donnerstagstraining des 1. FC Stebbach bietet. Auf einen Lastwagen werden Tore aufgeladen. "Das machen wir, damit unsere Gegner keine Tore mehr schießen können", grinst Uli Geiger. Trainer Arpad Huber möchte das so nicht stehen lassen: "Wir haben in der Jugend eine Spielgemeinschaft mit dem TB Richen. Und die Tore werden nach Richen transportiert."

Viele Tore schießen, das wollen die Stebbacher in der kommenden Runde. Das hat schon in der vergangenen Saison nicht schlecht geklappt, als der FCS − für viele überraschend − Vizemeister der Fußball-Kreisklasse A Sinsheim wurde. "Einige Spieler haben mir zu verstehen gegeben, dass sie mit allen Mitteln besser als in der vergangenen Saison abschneiden wollen", erzählt Huber und ergänzt: "Für einige Spieler ist es sicherlich die letzte Runde bei den Aktiven, da wollen sie es noch mal wissen."

So weit aus dem Fenster lehnen und die Meisterschaft als Ziel ausgeben, das wollen sich Huber und Spielleiter Dieter Scholz nicht. "Wir werden bei unserem Trainingslager am Wochenende mit der Mannschaft darüber sprechen", tritt Huber auf die Euphoriebremse. "Sieben, acht Mannschaften können vorne mitspielen, die Klasse wird stärker werden", ist sich Scholz sicher. Geiger, Trainer der A-Junioren, ist überzeugt, "dass in der kommenden Runde jeder jeden schlagen kann".

Hand aufs Herz: Arpad Huber (links), Trainer des Fußball-A-Ligisten 1. FC Stebbach, will seine Mannschaft nicht unter Druck setzen, erklärt aber: "Unsere älteren Spieler wollen es noch mal wissen."Foto: Franz Theuer
Hand aufs Herz: Arpad Huber (links), Trainer des Fußball-A-Ligisten 1. FC Stebbach, will seine Mannschaft nicht unter Druck setzen, erklärt aber: "Unsere älteren Spieler wollen es noch mal wissen."Foto: Franz Theuer

Zusammenhalt

Froh, fast schon glücklich ist das Dreigestirn, dass die Mannschaft zusammengeblieben ist. "Unser Erfolg in der vergangenen Saison hat bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten geweckt, einige unserer Spieler waren schon umworben", weiß Huber. "Deshalb bin ich auch sehr froh, dass die Spieler den Versuchungen widerstanden haben und bei uns geblieben sind." Zu dem vorhandenen Spielerstamm, aus dem lediglich Matthias Reichart aus persönlichen Gründen ausgeschieden ist, kamen vielversprechende Neuzugänge. Sechs A-Junioren stießen aus den eigenen Reihen zu den Aktiven. Dabei hat unter anderem Patrick Stoll einen guten Eindruck hinterlassen. "Er hat den absoluten Willen, er hat uns sehr gut getan", sagt Huber. Tobias Zackel, Kamil Ostrowski und Albert Kirchgessner stoßen ebenfalls von den A-Junioren zum Seniorenkader.

Bereits gestandene Spieler sind Manuel Vidic und Kerim Kacem, die den FV Elsenz in Richtung Stebbach verlassen haben. "Manuel ist ein Volltreffer, er passt nicht nur spielerisch, sondern auch menschlich vollkommen in unser Konzept", so Huber. Vidic ist ein alter Bekannter, schon vor einigen Jahren schnürte er für die Kleeblätter die Kickstiefel. Mit Bernhard Zackel kommt ein Spieler zurück, "der einmal ein wichtiger Spieler war, zuletzt aber einige Jahre nicht gespielt hat", so Scholz.

Familientreffen

Als "Überraschungspaket" bezeichnet er Claudius Socaci. Cousin Christian spielt schon seit einigen Jahren für die Stebbacher, nun soll der Familienzuwachs zur Verstärkung werden. "Er macht einen motivierten Eindruck", hat Huber in den bisherigen Trainingseinheiten festgestellt. Fehlen werden Jürgen Zackel, der nach einem Kreuzbandriss frühestens zur Rückrunde eingreifen kann, und Agim Muharemi, der sich das Kreuzband angerissen hat.

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