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Spitzen bleiben stumpf

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Öhringen verliert Pokalfinale mit 0:2 gegen Bühlerzell – Angriff zu harmlos

Von Marc Schmerbeck
„Meine Truppe hat Zukunft. Die vielen Jungen wollen spielen, das sieht man.“
          Jochen Sailer (TSG Öhringen)
„Meine Truppe hat Zukunft. Die vielen Jungen wollen spielen, das sieht man.“ Jochen Sailer (TSG Öhringen)  Foto: Schmerbeck

Fussball - Die TSG Öhringen muss die Saison nun endgültig als verkorkst abhaken. Nach einer höchst durchwachsenen Punktrunde, abgeschlossen mit dem vierten Platz, reichte es auch im Pokalfinale nicht zu einem versöhnlichen Ende. In Crailsheim-Altenmünster unterlag die TSG den Sportfreunden Bühlerzell mit 0:2.

Bereits vergangenes Jahr war Öhringen gescheitert – am SC Michelbach/Wald. „Schade“, sagte TSG-Trainer Jochen Sailer. „das wäre ein toller Abschluss gewesen. Es ist nicht gerade schön, wenn die anderen feiern.“ So musste er eben mitansehen, wie Bühlerzell ausgelassen sang und jubelte. „Aber ich muss sagen, dass die Truppe gut ist. Sie hat Zukunft. Die vielen Jungen wollen spielen, das sieht man“, meinte Sailer.

Öhringen versuchte von Beginn an, das Spiel zu machen. Schließlich hatte man gegen Bühlerzell während der Runde schon einen Sieg und ein Unentschieden geholt. Doch die Aktionen blieben meist harmlos. Lediglich mit zwei Fernschüssen von Michael Blondowski und Joachim Sauermann, beide in der 41. Minute, beschäftigten die Öhringer Sportfreunde-Torhüter Christian Ott: Doch den Schuss von Blondowski fing der Keeper ohne jegliche Probleme und Sauermann verzog völlig.

Bühlerzell war dagegen immer wieder mit Kontern gefährlich. Doch zunächst vergaben Armin Probst (10.) und Heiko Müller (11. und 33.). In der 43. Minute war es schließlich Mike Dörr, der die Bühlerzeller 1:0-Führung erzielte. Probst hatte sich zuvor auf der linken Seite gegen Andre Wolf durchgesetzt. Seine Flanke verwertete der frei stehende Dörr problemlos per Kopf. Eine Minute später war es erneut Dörr, der auf 2:0 hätte erhöhen können. Doch sein Heber flog weit über das Tor.

Nach dem Seitenwechsel zog sich Bühlerzell noch weiter zurück und lauerte weiter auf Konter. Die TSG versuchte, den Druck zu erhöhen. Heraussprangen jedoch nur wenige Chancen. In der 57. Minute war TSG-Torhüter Sead Halilovic zunächst schneller als ein Bühlerzeller Stürmer. Im Gegenzug konnte dann Ott einen Schuss von Johannes Geist nicht festhalten. Doch Sauermann rutschte beim Nachschussversuch weg. In der 72. Minute kam Blondowski aus kurzer Distanz zum Schuss, doch Ott konnte den Ball zur Ecke klären. Bühlerzell überließ das Mittelfeld nun immer mehr den Öhringern. Die Angriffsbemühungen der TSG blieben freilich weiter harmlos. Bezeichnend dann die Entscheidung durch eine Standardsituation: Der Bühlerzeller Heiko Müller hämmerte einen 20-MeterFreistoß zum 2:0 unter die Latte.

„In der Summe war der Sieg wohl verdient“, sagte Bühlerzells Trainer Manfred Faust. „Öhringen hatte kaum zwingende Möglichkeiten.“ In seinen zehn Jahren bei Bühlerzell war es sein erstes Pokalfinale. „Durch den Sieg bekommt die Saison gleich einen höheren Stellenwert“, sagte Faust. „Das ist fast wie der Gewinn der Meisterschaft.“

Im Vorspiel hatten sich die Frauen des FC Creglingen den Titel mit einem 3:1-Sieg über Eutendorf gesichert.

TSG Öhringen: Halilovic, Victor Deibert, Anton Deibert (86. Dosenovic), Wolf (80. Fog), Mayer, Steigauf (86. Böhr), Hofmann, Heiko Ostheimer (82. Markus Ostheimer), Geist, Blondowski, Sauermann.

Spfr. Bühlerzell: Ott, Wengert, Riek, Gronbach, Rieg, Dörr (90. Dalid), Becker, Schön, Müller (85. Riele), Probst, Hannemann.

Tore: 1:0 (43.) Dörr, 2:0 (84.) Müller.

Schiedsrichter: Thomas Göhring (Westgardshausen).

Zuschauer: 600.

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