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FSV Hollenbach: Angriff auf den Klassenerhalt - mit Neuzugang Czaker

Der Kampfgeist beim abstiegsbedrohten Oberligisten FSV Hollenbach erwacht langsam wieder. Mit Fabian Czaker wurde ein erster Winterneuzugang verpflichtet.

Von unserem Redakteur Marc Schmerbeck
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Der Neuensteiner Fabian Czaker (rechts) wechselt in der Winterpause vom Verbandsligisten TSV Essingen zum abstiegsbedrohten Oberligisten FSV Hollenbach.Foto: Archiv/Bertok

 Es ist nicht ausgeschlossen, dass es weitere Veränderungen bis zum Start der zweiten Saisonhälfte im Februar gibt. "Wir sind noch nicht am Ende und wollen noch einiges tun um die Klasse zu halten", sagt Manager Karlheinz Sprügel.

Czaker war der Wunschkandidat für den Angriff auf den Klassenerhalt. Schon vor der Saison gab es Gespräche mit dem Neuensteiner. Doch dieser wollte damals lieber in Essingen bleiben und beim Verbandsligisten seinen Vertrag erfüllen. Weil er sich wohl fühlte.

"Ich erwarte von ihm Tore aber vor allem Präsenz im Strafraum. Er kann den Ball abschirmen und auch Räume für die anderen schaffen", sagt Sprügel. "Wir sind von seiner Qualität überzeugt. Er hat Oberliga-Format. Das muss er jetzt unter Beweis stellen."

Empfehlung

Schon allein durch seine Größe von 1,89 Metern hat Czaker die erforderliche Präsenz. Dazu ist er schnell und technisch gut. Aber, Oberliga hat er eben noch nicht gespielt. Beim TSV Ilshofen und dem TSV Essingen zeigte der Neuensteiner aber, dass er in der Verbandsliga zu den Top-Stürmern gehört. Auch wenn dem 25-Jährigen in der Vorrunde nur fünf Treffer für Essingen gelangen. "Ich hatte aber viele Chancen", sagt Czaker. "Ich hätte sicher 20 Tore machen können." In der vergangenen Rückrunde kam er nach seinem Wechsel nach Essingen in zwölf Partien auf neun Tore − das ist durchaus eine Empfehlung.

Mit Essingen wollte er diese Saison um den Oberliga-Aufstieg mitspielen. Dies ist nach der eher durchwachsenen Vorrunde und Rang sieben kaum noch möglich. Auf den zweiten Platz beträgt der Rückstand zehn Punkte, Rang eins scheint in der Verbandsliga schon sicher an den SGV Freiberg ergeben zu sein. "Die Mannschaft wird mit oder ohne mir zwischen dem dritten oder siebten Platz abschneiden", sagt Czaker.

Auch das ist ein Grund für seinen Abschied. Die Mannschaft kann seinen Abgang verkraften, da es in dieser Saison um nicht mehr allzu viel geht. "Ich hatte schon überlegt, nächsten Sommer dort wegzugehen", sagt Czaker. "Der Aufwand ist für die Verbandsliga auf Dauer zu groß." Rund 100 Kilometer Trainingsweg nimmt man eben nicht mal so über mehrere Jahre in Kauf. Vor fünf Wochen nahm Hollenbach wieder Kontakt zu dem Neuensteiner auf.

"Da habe ich noch nein gesagt", erzählt Czaker. Aber dann ließ er sich doch zum Wechsel bewegen. In Essingen wollte ihm niemand Steine in den Weg legen.

"Es lief so ab, wie ein Wechsel ablaufen muss", sagt Sprügel, der auch gleich Kontakt mit den Essinger Verantwortlichen aufnahm. "Es war keine leichte Entscheidung. Aber es war ein angenehmer Wechsel", sagt Czaker. Es gab keinen Ärger, keine Streitereien. Schließlich wussten auch die Essinger Verantwortlichen, was Czaker für einen Aufwand betreibt.

Kein Unbekannter

"Ich habe mich in noch keinem Verein so wohl gefühlt wie in Essingen. Aber ich freue mich jetzt auch auf Hollenbach, auf die Oberliga", sagt der Stürmer. "Ich würde dort sehr gerne zum Klassenerhalt beitragen und das eine oder andere Tor schießen."

Beim FSV ist Czaker kein Unbekannter. In der A-Jugend spielte er dort mit Boris Nzuzi oder Joachim Fritsch zusammen. "Ich habe dazugelernt", sagt Czaker. "Nicht nur fußballerisch, auch was das Menschliche angeht. Die Mannschaft war super. Ich werde sie vermissen. Das war alles sehr korrekt. Ich bin gespannt, ob das noch zu toppen ist." In den vergangenen Tagen beschäftigte er sich mit der Oberliga-Tabelle.

"Wir sind ja mit 18 Punkten nicht abgeschlagen. Der Klassenerhalt ist noch drin. Das ist nicht unmöglich. Aber wir müssen sieben, acht der 14 Spiele gewinnen." Eine schwere Aufgabe, aber keine unmögliche. Die Nichtabstiegsplätze sind je nach Anzahl der Absteiger vier bis sieben Punkte entfernt.

 

 

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