Sumpflandschaft statt Spielwiese

Fussball - Das Vorgeplänkel ist vorüber. Die harte Zeit der Vorbereitung ist zu Ende. Der FSV Hollenbach steht direkt vor seiner ersten Oberliga-Saison. Die Euphorie ist groß.

Von Marc Schmerbeck
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Philipp Wolf hat bereits Oberliga-Erfahrung gesammelt. Trotzdem wird der Saison-Auftakt mit dem FSV Hollenbach auch für ihn etwas Besonderes sein. Diesen Samstag geht es gegen die Stuttgarter Kickers II.Fotos: Marc Schmerbeck

Fussball - Das Vorgeplänkel ist vorüber. Die harte Zeit der Vorbereitung ist zu Ende. Der FSV Hollenbach steht direkt vor seiner ersten Oberliga-Saison. Die Euphorie ist groß. "Die Vorfreude ist bei allen gleich. Es wird Zeit, dass es los- geht. Wir fiebern diesem Spiel seit Wochen entgegen."

Getrübt wird der Saisonauftakt allerdings von Schwierigkeiten mit dem Hauptspielfeld. Die Spielwiese ist zur Sumpflandschaft geworden "Es kann sein, dass wir auf dem Kunstrasen spielen müssen. Wir haben die Stuttgarter Kickers bereits informiert", sagt Stephan. "Eine Ecke des Rasenplatzes ist zu sumpfig. Wir wissen aber noch nicht, ob es vom Wald kommt oder von einer undichten Leitung der Beregnungsanlage." Die Ecke ist so sumpfig, dass vor dem WFV-Pokalspiel der zweiten Mannschaft gegen Tura Untermünkheim sogar der Rasenmäher stecken blieb. "Wir haben das Spielfeld nun acht Wochen lang geschont, da muss es nicht sein, dass wir es im ersten Spiel gleich umpflügen", sagt Stephan.

Zum Saisonauftakt bekommt es seine Elf um 15.30 Uhr mit der zweiten Mannschaft der Stuttgarter Kickers zu tun. "Ich habe sich noch nicht live gesehen", sagt Stephan. "Aber ich habe mich bei verschiedenen Seiten informiert. Das ist sicher eine spielstarke Mannschaft, die gerade bei eigenem Ballbesitz stark ist." Der Coach bezeichnet die Stuttgarter als idealen Gegner: "Das ist eine namhafte Mannschaft, die aber schlagbar ist. Wir hoffen auf eine stattliche Zuschauerkulisse." Die könnte es durchaus geben, denn die meisten Spiele des Bezirkspokals werden erst um 18 Uhr angepfiffen.

Sumpflandschaft statt Spielwiese
Johannes Volk kam vom FV Lauda zum FSV. Er ist einer von zahlreichen Neuzugängen, die einen starken Eindruck hinterließen.

Vorbereitung

Zwar verlief die Vorbereitung der Hollenbacher in erster Linie positiv. Doch darauf will Stephan noch nicht so viel geben. "Die ersten klaren Erkenntnisse sammle ich am Wochenende. Auf die Vorbereitungs- und Pokalspiele gebe ich nicht so viel." Hier steht der FSV in der dritten Runde des WFV-Pokals. Doch dadurch wird die Mannschaft vier Englische Wochen in Folge haben. Die erste ist mit zwei Pokalspielen bereits absolviert. "Unser großer Kader lässt uns dem positiv entgegensehen, da wir kaum Verletzte und somit viele Alternativen haben. Wir werden von der Möglichkeit zu wechseln Gebrauch machen", sagt Stephan. "Von Vereinsseite wurde ja alles getan, den Kader in der Breite und in der Qualität zu verstärken." So hat er nun die Qual der Wahl. Fraglich ist der Einsatz von Neuzugang Stephan Ilgenfritz, der gegen Münchingen einen Schlag gegen die Wade bekam und wohl geschont wird. Fehlen wird auch Pascal Sohm. Er laboriert an einer Zerrung.

Sumpflandschaft statt Spielwiese
Stephan Ilgenfritz muss gegen die Kickers wohl pausieren.

Spielen kann dafür Torhüter Tobias Röschl. Seine Schleimbeutelentzündung am Ellbogen ist wieder so weit abgeklungen, dass er spielen kann. Die Partie gegen die Kickers ist für den FSV der erste Schritt zum angestrebten Klassenerhalt.

Zusammenhalt

"Der Schlüssel dafür ist der Zusammenhalt. Jeder muss seinen Platz finden und alle Puzzleteile müssen ein harmonisches Gesamtbild ergeben", sagt Stephan. "Ich bin mir sicher, dass wir konkurrenzfähig sein werden, auch wenn wir die Qualitäten der anderen Mannschaften noch nicht kennen. Mutig, aber mit dem nötigen Respekt, könnte die Devise für die ersten Spiele heißen. Respekt auch deshalb, weil vergangene Saison drei Aufsteiger gleich wieder abgestiegen sind und bei bis zu sechs Absteigern sicherlich sehr viele Punkte für den Klassenerhalt nötig sind."

 

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