Hoffenheims Mäzen Hopp: Immer wieder Zielscheibe (28.11.2009)

Sinsheim - Zu Auswärtsspielen von 1899 Hoffenheim fährt Dietmar Hopp schon lange nicht mehr. Der Mäzen und Milliardär will sich nicht pausenlos beschimpfen lassen. Doch auch in der von ihm finanzierten Rhein-Neckar-Arena ist der Hausherr davor nicht sicher.

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Sinsheim - Zu Auswärtsspielen von 1899 Hoffenheim fährt Dietmar Hopp schon lange nicht mehr. Der Mäzen und Milliardär will sich nicht pausenlos beschimpfen lassen. Doch auch in der von ihm finanzierten Rhein-Neckar-Arena ist der Hausherr davor nicht sicher. Für gegnerische Fans bleibt der 69-jährige Milliardär der Inbegriff eines Investors, der wie in einem Porsche auf der Überholspur an ihrem Club vorbeirauscht. „Es hat mir gezeigt, dass es richtig ist, dem Frieden nicht zu trauen. Es gibt offenbar keinen Frieden“, sagte Hopp einem Zeitungsbericht zufolge.

Das war vor dem 1:2 gegen Dortmund, bevor die BVB-Anhänger Plakate mit übelsten Beschimpfungen in die Höhe reckten (Fotos: dpa). Zu übersehen waren sie nicht, obwohl einige TV-Sender die Bilder bewusst nicht zeigten, um den Krawallmachern keine weitere Plattform zu bieten. Dabei wurde vor dem Anpfiff die Musik derart aufgedreht, dass vermutet wurde, die Schmähgesänge der Dortmunder Fans sollten damit übertönt werden.

„Ich liebe Fußball“

Für Hopp ist es „geradezu grotesk“, als Verräter des Fußballs zu gelten. Der Mitbegründer des Softwareriesen SAP verwies auf sein soziales Engagement. Seine Stiftung habe über 200 Millionen ausgeschüttet, über 60 Millionen für Jugendförderung. „Man wird mich nicht dazu bringen aufzugeben“, sagte Hopp, „ich liebe Fußball.“

Bereits in der vergangenen Woche hatte Dietmar Hopp den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zum Handeln aufgefordert. Der SAP-Mitbegründer war am vorletzten Samstag während des Spiels der Hoffenheimer beim 1. FC Köln (0:4) von einigen Fans der Gastgeber übel beschimpft worden. lsw


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