Hallenmasters: Gerhard Sturm gibt Bestandsgarantie
Mulfingen - Auch in diesem Jahr lief das EBM-Papst-Hallenmasters der Bundesliga A-Junioren und zweier regionaler Mannschaften (FSV Hollenbach, TSV Crailsheim) wie ein gut geöltes Räderwerk. Und das bereits in der zehnten Auflage.
Mulfingen - Plakate aus den Vorjahren hängen an den Wänden, unzählige Namen, hingekritzelt auf den Beton, bekunden, wer schon alles da war. In der so genannten Spieler-Lounge unter der Tribüne der Mulfinger Gerhard-Sturm-Halle geht es locker und ungezwungen zu. Während ein halbes Stockwerk höher die Spieler der Bundesliga A-Junioren darum kämpfen, in die nächste Runde zu kommen, können die Spieler, die gerade nicht kicken, hier locker abhängen oder sich die müden Muskeln von Physiotherapeutinnen verwöhnen lassen.
Eingespielt
Auch in diesem Jahr lief das EBM-Papst-Hallenmasters der Bundesliga A-Junioren und zweier regionaler Mannschaften (FSV Hollenbach, TSV Crailsheim) wie ein gut geöltes Räderwerk. Seit zehn Jahren lockt das Hallenmasters immer um den 6. Januar herum über 1000 Besucher an. Sie sahen in diesem Jahr den Turniersieg der Eintracht Frankfurt. Zum dritten Mal sicherten sich die Hessen den Wanderpokal aus Mulfingen.

Rudi Sprügel ist auch da, der Gründer von Teamsportausstatter Jako in Hollenbach. Er ist betont zurückhaltend wie immer, als sei er eigentlich gar nicht wichtig. Ist er aber doch, betont Gerhard Sturm. Denn zur nachhaltigen Entwicklung des Fußballsports in der Region gehöre auch die Jako-Fußballschule. Was die jungen Talente dort lernen, kommt ihren Heimatvereinen zugute. Über die Kontakte der Firma Jako war es, so räumt Rudi Sprügel ein, relativ problemlos möglich, Bundesligisten davon zu überzeugen, dass sich die Reise zum Turnier nach Mulfingen lohnt.
Mag sein, dass die Zeit einiges verklärt. Aber zum Gründungsmythos des EBM-Papst-Hallenmasters gehört, dass Gerhard Sturm einmal laut nachdachte und sich fragte, was man denn mit der modernen Sporthalle in Mulfingen anfangen könne. Da gab es Burkhard Beck vom SV Mulfingen, der ein großes Jugendturnier veranstaltete.

Vorbilder
"90 Prozent sind Arbeit, zehn Prozent Talent", sagt Gerhard Sturm. Das sagt er vor allem den jungen Fußballern in Hohenlohe. Sie sollen bei diesem Turnier sehen, was mit Trainingsfleiß möglich ist.
Dann, bei allen Erinnerungen, ein Ausblick: "Es soll die nächsten zehn Jahre sich so weiter entwickeln", sagt Sturm. Auch der Mulfinger Bürgermeister hört das gern. "Der Sport ist sehr wichtig, um jungen Menschen eine Perspektive zu geben", sagt Robert Böhnel.
Dass die Helfer des SV Mulfingen Jahr für Jahr eine Atmosphäre schaffen, in der sich Spieler und Zuschauer wohl fühlen, ist für Sturm und Hirschlein unentbehrlich. Und so bleiben auch die Kosten im Rahmen, wie Sturm andeutet. Wie geht es weiter? Wird das Turnier international? Irgend jemand sagt "Barcelona". Heiterkeit in der Lounge. "Wir haben ja noch zehn Jahre Zeit", sagt Rudi Sprügel.


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