Holefeld und Britsch trennen sich

Boxen  Der Neckarsulmer Profiboxer Dominik Britsch und sein Koblenzer Boxstall trennen sich überraschend. Womöglich ist damit auch Britschs Titelkampf im Oktober gestorben.

Von Stephan Sonntag
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Titelkampf für Dominik Britsch in der Heimat?

Dominik Britsch soll im Oktober eigentlich um den Intercontinental-Titel kämpfen.Foto: Archiv/Sawatzki

Erst am Freitag hatte Thomas Holefeld der Heilbronner Stimme erfreut mitgeteilt, dass alle Details zum Kampf von Dominik Britsch gegen Ronny Mittag geklärt seien. Am 28. Oktober sollten die beiden Mittelgewichtler in Koblenz um den IBF-Intercontinental-Titel boxen.

Nur einen Tag später teilte der Box-Promoter mit: „Die Zusammenarbeit zwischen Holefeld-Boxpromotion und Dominik Britsch ist mit sofortiger Wirkung beendet.“ Das Ende der seit zwei Jahren bestehenden Zusammenarbeit bestätigte am späten Samstagabend per E-Mail auch das Team Britsch.

Unangemessene finanzielle Forderungen

Doch was sind die Gründe für dieses plötzliche Zerwürfnis? Holefeld nimmt kein Blatt vor den Mund, führt unangemessene finanzielle Forderungen von Seiten Britschs als Grund an: „Es kann nicht sein, dass der Herausforderer um den Titel mehr Geld haben will als der Titelverteidiger.“ Was den selbstständigen Fuhrunternehmer aus Neuwied fast noch mehr ärgert: „Ich habe keinen direkten Kontakt mehr zu Dominik oder seinem Vater Jürgen. Die Forderungen wurden mir nur über einen Mittelsmann mitgeteilt. Auf Anrufe und E-Mails meinerseits reagiert keiner. Irgendwann ist es mal genug.“

Zu den Gründen für das Ende der Zusammenarbeit äußerten sich Boxer und Trainer nicht explizit. In der knappen Mitteilung heißt es nur: „Der Kampf gegen Ronny Mittag war noch nie bestätigt und unterschrieben. Sollten die Rahmenbedingungen  stimmen, würden wir uns freuen gegen ihn zu kämpfen.“ Ähnlich äußert sich Dominik Britsch auf seiner Facebook-Seite: „Entgegen der bereits mehrfach veröffentlichen Mitteilung steht mein Kampf leider noch nicht fest. Wir konnten uns bisher nicht einigen und mir liegt noch kein Kampfvertrag vor.“


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