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Talenteprojekt ist gut angelaufen

Leichtathletik - Von 0 auf 84: Das Leichtathletik-Projekt im Kochertal ist erfolgreich angelaufen. Vor drei Jahren haben sich vier Vereine zusammengeschlossen – unter dem Dach der KTV Hohenlohe, die die administrativen Aufgaben übernimmt. Sie hat schon im Turnbereich bewiesen, dass so ein Zusammenschluss funktionieren kann.

Von Marc Schmerbeck
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Talenteprojekt ist gut angelaufen
"Damit haben wir nicht gerechnet. Wir haben lediglich einen leichten Anstieg erwartet."Jan Philippiak

Leichtathletik - Von 0 auf 84: Das Leichtathletik-Projekt im Kochertal ist erfolgreich angelaufen. Vor drei Jahren haben sich vier Vereine zusammengeschlossen − unter dem Dach der KTV Hohenlohe, die die administrativen Aufgaben übernimmt. Sie hat schon im Turnbereich bewiesen, dass so ein Zusammenschluss funktionieren kann.

84 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 17 Jahren haben sich mittlerweile angeschlossen. Finanziert wird das Projekt in drei Teilen. Die Heinz-Ziehl-Stiftung steuert 12 000 Euro pro Jahr bei. Jeder der Vereine − TSV Künzelsau, TSV Niedernhall, TSV Ingelfingen und TSG Waldenburg − gibt 1 500 Euro dazu. Zudem bezahlen die Eltern 28 Euro pro Monat. Dabei arbeiten die Vereine flexibel zusammen.

Grundlagen Trainiert werden die Nachwuchs-Leichtathleten von Birgit Grüneberg. "Wir sind froh, dass wir sie gewinnen konnten", sagt Jan Philippiak, Vorsitzender der Heinz-Ziehl-Stiftung. "Sie vermittelt Grundlagen, behält aber auch immer im Auge, wo sich Talente herausschälen könnten. Das ist schon gut, wie sich alles entwickelt hat. Damit haben wir nicht gerechnet, wir haben lediglich einen leichten Anstieg erwartet."

Doch auf den ersten Erfolgen wollen sich die Verantwortlichen nicht ausruhen. "Das nächste Ziel sind 100 Mitglieder", sagt Philippiak. Dann müsse allerdings auch darüber nachgedacht werden, ob nicht ein zweiter Trainer benötigt wird. Schon jetzt wurde der Trainingsbetrieb umgestellt. In drei der vier Vereine gibt es nun schon zwei Trainingsgruppen und vier Trainingszeiten pro Woche.

Und auch die ersten sportlichen Erfolge haben sich bereits eingestellt: Alexander Weiß, Jan Weber, Max Kühnlein, Anke Schlipf (TSG Waldenburg), Jakob Heink, Lena Föll, Sara Losenbeck (TSV Künzelsau), Anna Hasenfuß und Chiara Popp (TSV Ingelfingen) gehören in ihrer Altersklasse zur württembergischen Spitze. Mit Weiß und Weber schafften bei der U18 zwei Athleten den Sprung zur deutschen Hallenmeisterschaft über 4x200 Meter. Dort starteten sie mit der Unterländer LG − das ist ein weiterer Kooperationspartner. "Wenn es solche Spitzenleistungen gibt, ist es schon klasse", sagt Philippiak. "Aber das Wichtige ist die Grundlagenarbeit, die geleistet wird. Wir wollen eine breite Basis schaffen. So haben die Kinder ein Training, das sie für alle anderen Sportarten qualifiziert."

Keine Konkurrenz Wichtig ist den Verantwortlichen der KTV-Leichtathletik aber, dass sie sich nicht als Konkurrenz zu den Vereinen im Brettachtal sehen. Diese feierten in der Vergangenheit ebenfalls Erfolge. Die KTV soll eine Ergänzung dazu sein, die Leichtathletik in Hohenlohe wieder populärer zu machen. Übrigens ist man offen gegenüber anderen Vereinen, die sich anschließen wollen. Jeder ist gerne gesehen und wird auch gerne aufgenommen.

"Was uns zusätzlich ein Anliegen ist, dass auch Leichtathletik-Anlagen geschaffen und unterhalten werden", sagt Gerhard Göker, Vorsitzender des TSV Niedernhall. So hofft er zum Beispiel, dass die Aschenbahn in Niedernhall über kurz oder lang von einer Tartanbahn ersetzt wird.

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