Merlins ziehen ins Halbfinale ein
Basketball - Mit einem Wahnsinnsspiel haben die Crailsheim Merlins den Einzug in die zweite Play-off-Runde der zweiten Bundesliga Pro A klar gemacht. Ein Knackpunkt war die Disqualifikation des Paderborner Trainers Thomas Glasauer im zweiten Viertel.

Basketball - Mit einem Wahnsinnsspiel haben die Crailsheim Merlins den Einzug in die zweite Play-off-Runde der zweiten Bundesliga Pro A klar gemacht. Ein Knackpunkt war die Disqualifikation des Paderborner Trainers Thomas Glasauer im zweiten Viertel.
Trainer-Aus Paderborns Assistenz-Trainer Haye Rosenbusch saß anstelle von Chef-Coach Thomas Glasauer bei der Pressekonferenz und bedankte sich für die tolle Play-off-Atmosphäre in der Serie gegen Crailsheim. Tiefenentspannt wirkte der junge Mann, obwohl er durchaus Grund zur Aufregung gehabt hätte. Erstligaschiedsrichter Claus Lauprecht hatte nach knapp siebeneinhalb Minuten im zweiten Viertel seinen Chef nach zwei technischen Fouls hintereinander vom Platz geworfen. Und das in einer Phase, in der Paderborn wieder auf zwei Punkte herangekommen war.
Glausauer hatte einen harten Einsatz von Darryl Webb gegen seinen Spieler Jefferson Mason bemängelt, der nicht gepfiffen wurde. Dabei stand der Coach im Feld und kassierte das erste Technische, für den Ausspruch "Mist" das zweite. Eine äußerst harte Entscheidung des Referees. Rosenbusch erklärte aber fairerweise auch, dass Crailsheim am Freitagabend "eine grandiose zweite Halbzeit gespielt und verdient gewonnen hat".
Mit sechs Punkten Vorsprung aus der Pause gestartet, überrollten die Mannen von Ingo Enskat die Gäste wie ein D-Zug und siegten letztlich 111:77, der Vorsprung wuchs kontinuierlich auf 34 Punkte am Ende. 12 von 26 Dreiern hagelten in den Paderborner Korb, auf der Gegenseite stand nur eine Bilanz von 3 aus 21 zu Buche. Die sonst sicheren Distanzschützen der Gäste, die erneut ohne ihren verletzten Top-Scorer Justin Stommes antreten mussten, waren dieses Mal ohne Zielwasser ausgestattet.
Schon Ende des dritten Viertels habe sich "abgezeichnet, dass wir gewinnen", sagte Enskat. Entspannen konnte er trotzdem nicht, sagte er. Denn: Das bisherige Manko in der Serie war, dass keine Mannschaft im Stande war, nach einem Lauf den Sack zu zumachen. Diese Schwachstelle beseitigte sein Team nun eindrucksvoll. Besonders Arbeitstier Darryl Webb mit einer herausragenden Ausbeute von 39 Punkten und zehn Rebounds sowie Spielgestalter Aaron Cook (26 Zähler, acht Assists) ragten aus dem homogenen Team hervor. Enskat lobte Webb: "Er hat geil gespielt, das war ziemlich genial." Bei Paderborn wusste der athletische Mason (23 Punkte, sieben Rebounds) erneut zu gefallen.
Nächste Runde Das erste Spiel in der zweiten Play-off-Runde gegen den MBC aus Weißenfels, der in der "Best of Five"-Serie Heimrecht genießt, steigt am Freitag, 20. April, auswärts. Das erste Heimspiel findet am Sonntag, 22. April, um 18 Uhr in der Hakro-Arena statt. "Der Druck liegt eindeutig beim MBC, die wollten von Anfang an aufsteigen", blickte Enskat auf das Duell mit dem Top-Favoriten voraus. "Wir wollen mal schauen, was geht." Gegen vermeintliche Favoriten habe sein Team diese Saison immer gar nicht so schlecht ausgesehen. jom
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