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Markus Lell ist zum vierten Mal Kombinations-Weltmeister

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Rollkunstlauf - Außerdem gewinnt er die Bronzemedaille im Kürwettbewerb − Stefanie Lell wird überraschend Kür-Vierte

Von Sigrid Seeger-Losch

Markus Lell hat erneut bewiesen, dass er international der kompletteste Rollkunstläufer ist. Die Freude ist auch bei seinem Verein REV Heilbronn groß.Foto: Archiv/Dirks
Markus Lell hat erneut bewiesen, dass er international der kompletteste Rollkunstläufer ist. Die Freude ist auch bei seinem Verein REV Heilbronn groß.Foto: Archiv/Dirks

Rollkunstlauf - Markus Lell vom REV Heilbronn hat seinen Kombinations-Titel bei den Weltmeisterschaften in Auckland am Wochenende erfolgreich verteidigt. Alle Konkurrenten ließ er nach Pflicht, Kürzkür und Kür hinter sich.

Am Rande eines Landeswettbewerbs für Jugendliche war im Heilbronner Rollsportstadion die Übertragung der letzten WM-Kürläufe auf Laptops live mitzuerleben. Markus Lell stand kurz vor dem größten Erfolg seiner Sportlerkarriere. Es ging dabei nicht nur um die Verteidigung seines Titels sowie den erneuten Gewinn des Kombinationstitels, sondern auch um eine Medaille in der Kür.

Der Brasilianer Gustavo Casado, sein direkter Konkurrent um den Kombinationstitel, lag nach dem Kurzprogramm drei Punkte vor dem 22-jährigen Studenten aus Heilbronn und musste bei der großen Kür vor Lell auf die Bahn, wo er zwei Stürze zu verkraften hatte.

Markus Lell aber zeigte Nervenstärke und den von ihm gewohnten Kampfgeist. Er präsentierte eine fehlerfreie Kür mit allen Dreifachsprüngen. Wobei er gleich zu Beginn den schwierigen Dreifach-Rittberger brachte. Als dieser perfekt gelang, war das Eis gebrochen und die dreifachen Lutz, Flip, Salchow und Toeloop sowie den Doppelaxel präsentierte er hoch herausgesprungen und ohne Fehler.

Hauchdünn Als die hohen Wertungen bekanntgegeben wurden, war klar: Lell hatte nach mehr als zehn Jahren für Deutschland wieder eine Medaille im Kürlaufen gewonnen, nämlich Bronze. Und außerdem seinen Kombinationstitel zum dritten Mal klar mit 965,9 Punkten verteidigt. Casado wurde zweiter mit 940,7 Punkten vor dem Franzosen Pierre Meriel. Im Pflichtwettbewerb war Lell hauchdünn an einer Bronzemedaille vorbeigeschrammt und Vierter geworden. Überglücklich war seine Mutter Dagmar Lell: " Das war schon immer sein großes Ziel, bei einer WM eine Kürmedaille zu gewinnen."

Aber auch Stefanie Lell stand dem Erfolg ihres kleinen Bruders nicht nach und kam zum größten Erfolg ihrer Karriere. Im Kürwettbewerb wurde sie nach einer beachtlichen Leistung überraschend Vierte. Das ist die beste Platzierung einer deutschen Athletin seit vielen Jahren. Die Bronzemedaille ging an Lucija Mlinric aus Slowenien. Gold und Silber gewann Italien. Die deutsche Meisterin Monika Lis aus Berlin wurde Neunte.

Zugpferde Jana Kopp hatte im Pflicht-Wettbewerb, wie bereits berichtet, Rang sieben erkämpft. Die drei Heilbronner Starter waren bei der WM so die Zugpferde des deutschen Nationalteams. Und die Gold- sowie die Bronzemedaille von Markus Lell waren die einzigen Medaillengewinne für die Bundesrepublik. Auch Heimtrainerin Klaudia Rieger-Katzmaier darf stolz auf ihre Schützlinge sein. Es gilt als sicher, dass Markus und Stefanie Lell zu den World Games im nächsten Jahr nach Kolumbien eingeladen werden. Das wäre ein weiterer Höhepunkt in deren Karriere. Und die Sporthilfe Unterland freut sich mit, sie gab und gibt finanzielle Unterstützung.

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