Hausen schafft den Klassenerhalt
3:1-Sieg gegen Mimmenhausenin der Regionalliga-Relegation

Volleyball - Ulrike Weeber hatte lange wach gelegen in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Bis um 1.30 Uhr tat die Trainerin des TV Hausen kein Auge zu. Es ist ja nicht so, dass Ulrike Weeber erst seit gestern die Männer des TVH betreut. Sie macht das seit bald zwölf Jahren. "So aufgeregt war ich noch nie", sagte sie. Es stand gestern aber auch sehr viel auf dem Spiel. In der Regionalliga-Relegation ging es im badischen Mimmenhausen um die Zugehörigkeit zur künftig vierthöchsten Spielklasse. Die Anspannung bei Ulrike Weeber wich danach Erleichterung. "Sehr, sehr großer Erleichterung", wie es Weeber ausdrückte.
Nervöser Beginn Durch den 3:1-Sieg über die Gastgeber ist der Klassenerhalt geschafft. Dabei kämpften die Hausener im ersten Satz nicht nur mit den eigenen Nerven, sondern auch mit der Zuschauerkulisse. "Die hatten das ganze Dorf mobilisiert", sagte Gerhard Weeber, Hausens Jugendleiter. Nach dem 22:25 im ersten Satz kamen die Hausener besser ins Spiel. Auch weil Nachwuchsspieler Heiko Figgemeier auf einen Lehrgang mit dem Landeskader in Italien verzichtete. "Der Junge hatte heute eine hundertprozentige Trefferquote", lobte Ulrike Weeber. Gegen die kraftvollen Schläge von Fabian Buck und Co. hatten die Südbadener in den Sätzen zwei, drei und vier nichts entgegenzusetzen. 25:20, 25:21 und 25:21 hieß es deshalb aus Sicht der Zabergäuer. Rückkehrer Malte Stiel, der künftig wieder für den TVH spielen wird, unterstützte das Team von der Bank aus. "Ich hatte immer das Gefühl, dass die Jungs noch eine Schippe drauflegen können", sagte er.
Neuffer geht Das Gesicht der Mannschaft wird sich verändern. Bernd Neuffer, der in dieser Saison auf der Liberoposition überzeugte, wird den Verein verlassen. "Er studiert und will nicht pendeln. Das ist schade, aber wir müssen das leider akzeptieren", sagt Ulrike Weeber. Aus der eigenen Jugend stößt mit Lars Hammer ein Talent zur ersten Mannschaft. Diese feierte den Klassenerhalt auf schlichte und pragmatische Art und Weise. Es ging auf der Heimfahrt ins Fast-Food-Restaurant an der Autobahn.
Die Mannschaft hatte der Cabriofahrerin Weeber nach dem letzten Saisonspiel eine pinke Mütze geschenkt. "Die ist am Samstag zum ersten Mal zum Einsatz gekommen", sagt sie. Durch den ersten Auswärtssieg seit über einem Jahr ist ist die Mütze ein Glücksbringer.


Stimme.de
Kommentare
am 30.04.2012 10:31 Uhr
Gratulation und Grüße aus Fellbach!