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Gipfelgenuss oder der Stress bleibt im Tal

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Sporthilfe - Manfred Blatt aus Frankenbach ist mit Leib und Seele Schatzmeister

In der Kletterwand: Ohne Manfred Blatt würde es die Anlage des Alpenvereins in Heilbronn nicht geben. Der 58-Jährige hat selbst viel Spaß.Foto: Alexander Bertok
In der Kletterwand: Ohne Manfred Blatt würde es die Anlage des Alpenvereins in Heilbronn nicht geben. Der 58-Jährige hat selbst viel Spaß.Foto: Alexander Bertok

Verein - Der Fels ist es, der ihn reizt. Nicht die Gletscher oder die klassischen Hochtouren. Im Fels lotet er seine persönlichen Grenzen aus – ohne sie zu überschreiten. Die Ostalpen, das Zugspitzgebiet, den Dachstein, die Ötztaler oder Stubaier Alpen mag Manfred Blatt weit mehr als das Matterhorn oder den Montblanc. Aber auch ins Allgäu oder ins Verwallgebirge mit der Heilbronner Hütte zieht es den Freund des Klettersports. „Heimatgebiete“ nennt Manfred Blatt diese Regionen. Er, der aus dem Saarland stammt und des Jobs wegen über Heidelberg 1979 nach Heilbronn gekommen ist. Zur Kreissparkasse, wo er seit sechseinhalb Jahren als Regionaldirektor in Eppingen tätig ist.

Heimat als ein Synonym für Wohlfühlorte. Die Berge sind für Manfred Blatt ein Stück Heimat – und Rückzugsgebiete der besonderen Art. Der 58-Jährige sagt: „Wenn ich oben auf dem Berg sitze, sind alle Sorgen und aller Stress im Tal und liegen hinter mir.“ Doch es geht ihm nicht allein um das Gipfelerlebnis, der Weg ist das Ziel. In enger Verbundenheit mit dem Umwelt- und Naturerlebnis entsteht ein Gefühl der inneren Zufriedenheit. Manfred Blatt lacht, als er sagt: „Ich habe kennengelernt, dass es so etwas Altbackenes wie Bergkameradschaft gibt. Das ist ein wichtiger Wert.“

Gründungsmitglied Auch auf Manfred Blatt ist Verlass. Immer. Das schätzen seine Vorstandskollegen der Sporthilfe Unterland Heilbronn-Hohenlohe an ihrem Schatzmeister. Neben seinen profunden Kenntnissen der Sportregion, seiner Seriosität und seines immensen Fachwissens. Manfred Blatt ist Gründungsmitglied der Sporthilfe und 1985 mit im Hotel Kronprinz in der Bahnhofstraße gesessen, als aus einer Idee ein Erfolgsprojekt geworden ist. „Die Bindung über die Ehrenämter ist ein Grund, warum ich in Heilbronn geblieben bin“, sagt Blatt.

Ungezählte Stunden hat der rührige Mann geopfert. Nicht nur für die Sporthilfe. Viele Jahre ist Manfred Blatt im Vorstand des Marketingclubs gesessen, zudem war er langjähriger Schatzmeister der Wirtschaftsjunioren, im Beirat im Verkehrsverein, Schatzmeister bei Hardware 4 friends, Mitglied im Kiwanis Club Eppingen-Kraichgau und von 1998 bis 2007 Vorsitzender des Deutschen Alpenvereins, Sektion Heilbronn. Ohne Manfred Blatt würde es die Kletteranlage in Heilbronn, die im Oktober 2002 eröffnet worden ist, nicht geben.

Harter Verteidiger Das Bergsteigen ist eine Leidenschaft des ehemaligen Turners und linken Verteidigers der Marke knallhart in der Fußball-Amateurliga. „Es gibt nichts Schöneres“, sagt Manfred Blatt. Den Heilbronner Weg („Einer der schönsten Höhenwege“) ist er 1999 komplett gegangen, 1981 erstmals auf der Heilbronner Hütte gewesen. „Ich war vorher kein Gebirgsgänger, doch da habe ich gemerkt, dass mir das unheimlich Spaß macht.“ Wenn die Zeit für einen Ausflug fehlt, hält sich Manfred Blatt auf dem Mountainbike fit. Und mit seiner Männergruppe gönnt er sich jährlich fünf bis sieben Tage in den Bergen, mit Ehefrau Ulrike reist Blatt auch mal in den Bayerischen Wald oder nach Südtirol. Immer aber geht es im Winter 14 Tage nach Gschnitz. Erholen vom Alltag.

Auch der Mann von der Bank braucht mal Abstand. Von seinen Zahlen. Damit kennt sich Manfred Blatt aus. Und wie. Nicht nur in der Sporthilfe arbeitet er akribisch. „Ich habe es immer gerne gemacht und nie als Last empfunden – sonst hätte ich es auch nicht so lange gemacht.“ Und Manfred Blatt macht weiter. Ihm gefällt die zielorientierte Arbeit – und, „dass kein einziger Euro verschwendet wird“.

Da nimmt es der gebürtige Saarländer auch in Kauf, dass seine Briefmarken seit zwei Jahrzehnten tütenweise daliegen. „Die mache ich mal, wenn ich in Rente bin“, sagt Manfred Blatt. Wahrscheinlich zwischen all den Klettertouren.

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