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Der Sponsor und seine Wundertüte

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Volleyball - Norbert Axmann hatte zum Saisonabschluss eine kleine Wundertüte für die Zweitliga-Volleyballerinnen des SV Sinsheim im Gepäck.

Volleyball - Norbert Axmann hatte zum Saisonabschluss eine kleine Wundertüte für die Zweitliga-Volleyballerinnen des SV Sinsheim im Gepäck. Allerdings keine greifbare, sondern eine, die aus Worten bestand. Die Mannschaft hatte mit einem deutlichen 3:0 (25:16, 25,14, 25:18) im letzten Spiel die TG Bad Soden bezwungen und belegt am Ende den dritten Tabellenplatz.

Überraschung „Bevor die Mädchen Urlaub machen, habe ich noch einen Gegner: die TSG Hoffenheim. Ich möchte ein Spiel zwischen dem Fußball-Zweitligisten und den Volleyballerinnen organisieren“, sagte der Hauptsponsor. Ein Termin und die Regularien stehen noch nicht fest. Doch das war nicht die einzige Überraschung, die Axmann in Worte fasste. Er legte gleich nach: „Wir haben heute in anderer Sache gehört, dass die erste Liga ruft“, sagte er und bezog sich auf den Wechsel von Zuspielerin Katharina Stauss zum Erstligisten Allianz Stuttgart. „Wir sind dabei, die Grundlagen zu schaffen, auch aufzusteigen. Ende 2009 werden wir in einer attraktiven Halle spielen.“ Und wenn es nach Axmann geht, nicht mehr als Zweitligist. „Wir werden versuchen, die Gelder aufzutreiben, dass wir in der ersten Liga spielen und dort auch bleiben können.“

Es waren unerwartet deutliche Bekenntnisse in einem Verein, der in den vergangenen beiden Jahren einen möglichen Aufstieg aus wirtschaftlichen Gründen bereits frühzeitig ablehnen musste. „Wir haben zusammen mit Axmann einen Fünf-Jahresplan erstellt, an dessen Ende der Aufstieg stehen soll. Wir gehen nächste Saison ins fünfte Jahr. Uns bleibt gar nichts anderes übrig“, sagte SVS-Abteilungsleiter Heinz Stegmaier.

Planungsgarantie Trainer Bertram Beierlein reagierte mit einem zufriedenen Lächeln. Nicht nur wegen des konkreten Bekenntnisses: „Ich bin froh, dass frühzeitig klare Ziele formuliert werden. So weiß die Mannschaft, woran sie ist.“ Nun weiß er aber auch, dass er hochkarätigen Ersatz für seine Zuspielerin braucht, die ebenso wie Franziska Bremer Anfang Mai zu einem Nationalmannschaftslehrgang eingeladen ist. „Das zeigt, wie stark sie ist, aber auch, in welcher Kategorie wir suchen müssen“, sagte Beierlein.

Bis auf Stauss wird ihm voraussichtlich derselbe Kader zur Verfügung stehen. Von weiteren Abgängen ist nichts bekannt. Allerdings könnte sich Beierlein vorstellen, die Mannschaft noch etwas zu erweitern. „Wenn sich geeignete Spielerinnen anbieten, werden wir nicht nein sagen“, meinte Beierlein. mars

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