Auf der Jagd nach positiven Schlagzeilen
Radsport - Dabei sein ist nicht alles. Das Heilbronner Team NSP will ab heute bei der Bayern-Rundfahrt, Deutschlands bedeutendstem Etappenrennen, auf sich aufmerksam machen. "Zunächst ist für uns wichtig, dass wir dabei sein dürfen. Von unserem Status her ist das nicht selbstverständlich", sagt Teammanager Thomas Kohlhepp.
Radsport - Dabei sein ist nicht alles. Das Heilbronner Team NSP will ab heute bei der Bayern-Rundfahrt, Deutschlands bedeutendstem Etappenrennen, auf sich aufmerksam machen. "Zunächst ist für uns wichtig, dass wir dabei sein dürfen. Von unserem Status her ist das nicht selbstverständlich", sagt Teammanager Thomas Kohlhepp. "Aber wir haben mit Markus Fothen schon einen Fahrer, der im Gesamtklassement etwas ausrichten kann. Ein Platz in den Top Ten wäre super."
Sprinttalent Die Hoffnungen ruhen nicht allein auf dem 29-jährigen Routinier Fothen, der 2006 im Gerolsteiner-Trikot Gesamt-Fünfzehnter der Tour de France geworden war. Auch der seit Februar in Heilbronn lebende Berliner Tino Thömel hat das Potenzial, um für positive Schlagzeilen zu sorgen. Das 22-jährige Sprinttalent holte in dieser Saison schon vier Etappensiege.
Der große Star bei der Bayern-Rundfahrt heißt Fabian Cancellara (Schweiz). Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister und Olympiasieger von 2008 aus dem Team Leopard bereitet sich auf den 797 Kilometern zwischen Pfarrkirchen und Moosburg auf die Tour de France vor.
Im internationalen Vergleich ist das im vergangenen Herbst gegründete Team NSP derzeit nur drittklassig. Aber das soll sich möglichst schnell ändern. Manager Kohlhepp und der Sponsor, die Schweizer Stahlbaufirma NSP (mit einem Standort in Heilbronn), verfolgen ehrgeizige Ziele. Der Aufstieg in die zweite Liga des Profiradsports, Pro-Continental genannt, soll nur ein erster Schritt sein. "Auch wenn wir nichts übers Knie brechen, wir orientieren uns eindeutig nach oben", hatte Thomas Kohlhepp zu Saisonbeginn verkündet. Sechs Tagessiege wurden bislang errungen. "Unsere Erwartungen sind erfüllt worden", sagt der aus Elztal, ein paar Kilometer nördlich von Mosbach stammende Teammanager.
Geschlossenheit Vor allem auf Nachwuchskräfte hat der hauptberuflich bei Audi im Ideen-Management arbeitende Kohlhepp gesetzt, als er Ende der vergangenen Saison nach Fahrern für das neue Team NSP Ausschau hielt. Jetzt sagt er zufrieden: "Die Jungs fahren füreinander. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist da."
In Deutschland ist der Profiradsport durch die vielen internationalen Dopingskandale der vergangenen Jahre so hart wie in keinem anderen Land getroffen worden. Thomas Kohlhepp versucht nun einen Neuaufbau von unten. "Wir machen saubere Arbeit", verspricht er.
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