Heilbronner Derbytriumph
Eishockey - Die allermeisten der 3357 Zuschauer in der Heilbronner Eishalle jubelten nach der Schlusssirene euphorisch. 5:3 gegen die Bietigheim Steelers − der zweite Derbytriumph dieser Saison war perfekt. Es sah allerdings lange nicht danach aus. Die Steelers führten zwischenzeitlich 3:1. Doch letztlich kassierte Danny Held, der neue Trainer, nach zuvor vier Siegen in Folge die erste Niederlage.
Eishockey - Die allermeisten der 3357 Zuschauer in der Heilbronner Eishalle jubelten nach der Schlusssirene euphorisch. 5:3 gegen die Bietigheim Steelers − der zweite Derbytriumph dieser Saison war perfekt. Es sah allerdings lange nicht danach aus. Die Steelers führten zwischenzeitlich 3:1. Doch letztlich kassierte Danny Held, der neue Trainer, nach zuvor vier Siegen in Folge die erste Niederlage.
Eine Hiobsbotschaft gab es für die Falken aber auch: Réjean Beauchemin, eigentlich als Torwart Nummer eins geholt, hat sich erneut verletzt. Wieder an der Leiste oder den Adduktoren. An diesem Samstag wird die Trainingsblessur eingehend untersucht. Klar ist zumindest: Das angedachte erste Spiel des Goalies, zu dem es vor Weihnachten endlich hätte kommen sollen, muss verschoben werden. Vielleicht wird er nie in einem Zweitligaspiel das Falken-Trikot tragen. Am Freitagabend humpelte er von der Mannschaftskabine hinauf zu seinem Stammplatz auf der Tribüne. Für Trainer Rico Rossi schlüpft er schon seit vielen Wochen in die Rolle des Spielbeobachters − dafür aber ist er nicht geholt worden.
Starker Auftakt
Es war ein Blitzstart der Steelers. Nur 24 Sekunden dauerte es, bis der Puck im Heilbronner Tor lag. Alexander Genze hatte von der Seite geschossen − Felix Brückmann sah nicht gut aus. Die Falken hatten Probleme, ins Spiel zu kommen. Trainer Rico Rossi sagte es vorher schon: "Bietigheim wird gegen uns aggressiver spielen als in der Vergangenheit." Danny Held ließ seine Mannen ein effektives Forechecking spielen. Die Heilbronner kamen nur schwer ins gegnerische Drittel. Chancen gab es kaum.
Erst in Überzahl schepperte es. In der 14. Minute traf Luigi Calce. Auch das ging schnell. Nur fünf Sekunden währte das Powerplay, dann war die Scheibe auch schon drin. Für Calce war es nach acht Zweitligaspielen ohne Tor mal wieder ein Erfolgserlebnis.
Im Mittelabschnitt vergaben die Falken Tormöglichkeiten zuhauf. Die Steelers konterten stark: Erst schoss Jannik Herm das 2:1 für die Gäste (23.), als Goalie Brückmann erneut schwach agierte, dann traf auch René Schoofs nach einem schnellen Gegenangriff (31.). Auf Heilbronner Seite war lediglich Aaron Slattengren erfolgreich, 48 Sekunden vor dem Drittelende. Es war ein wunderbar herausgespielter Treffer. Steelers-Torwart Martin Morczinietz war chancenlos. Zuvor hatte er mehrfach Glück gehabt − das Glück des Tüchtigen. Die Falken brachten den Puck bei etlichen erstklassigen Möglichkeiten nicht über die Linie.
Im Schlussabschnitt flutschte es dann. Auch weil dem knapp besetzten Steelers-Team die Kraft ausging. Slattengren und Tomas Martinec sorgten in der 49. Minute mit einem Doppelschlag binnen 40 Sekunden für die Wende. Erneut Martinec packte das 5:3 oben drauf (52.). Er hatte gesagt: "Wer mehr Herz zeigt, wird gewinnen." Die Steelers kämpften lange leidenschaftlich, aber die Falken waren personell besser besetzt. Das war entscheidend.
Falken - Steelers 5:3 (1:1, 1:2, 3:0)
Tor: Brückmann (Lehr)
Abwehr: Schütz, Bittner, Krull, Baum, Mapes, Fendt, Gödtel
Angriff: Carciola, Hackert, Léveillé, Johnson, Martinec, Ritter, Slattengren, Cox, Calce, Plachta, Moosberger, Wenzel, El Sayed
Tore: 0:1 (1.) Genze, 1:1 (14.) Calce, 1:2 (23.) Herm, 1:3 (31.) R. Schoofs, 2:3 (40.) Slattengren, 3:3 (49.) Slattengren, 4:3 (49.) Martinec, 5:3 (52.) Martinec
Schiedsrichter: Jan Korb. Zuschauer: 3357. Strafminuten: 8/10
Stimme.de
Kommentare