TSV-Trainer Mayer: "Wir sind gut drauf"
Die Bundesliga-Handballer des VfL Pfullingen treten heute Abend zum Testspiel beim Fünftligisten Weinsberg an

Für den Fünftligisten geht es um ein achtbares Ergebnis. "Wir sind gut drauf und wollen es ordentlich über die Bühne bringen", sagt Trainer Axel Mayer, der mit dem bisherigen Verlauf der seit Anfang Juni laufenden Saisonvorbereitung sehr zufrieden ist. Es gab in einem Testspiel einen Sieg gegen den Regionalliga-Absteiger TV Oppenweiler. Vor allem Neuzugang Edin Hadzimuhamedovic (zuletzt Bietigheim) hat sich gut eingefügt: "Er macht die einfachen Tore", so Mayer.
Pfullingen stand in der vergangenen Saison im dritten Jahr der Zugehörigkeit zur Eliteliga als Absteiger fest, durfte den Platz aber dann doch behalten. Die SG Wallau-Massenheim und TuSEM Essen verloren aus finanziellen Gründen nämlich ihre Lizenz. Diesmal scheint der VfL aber besser gerüstet zu sein, denn mit dem Torhüter Goran Stojanovic, dem Kreisläufer Rastko Stojkovic (beide Roter Stern Belgrad), dem Tschechen Petr Kust, dem Slowaken Michal Baran (zuletzt BSV Bern) und Linksaußen Andreas Blank (SG Kronau-Östringen) hat sich die Qualität des Kaders verbessert. Trotzdem verweist Trainer Eckhard Nothdurft auf die neun Punkte, die für einen Nichtabstiegsplatz gefehlt hätten. "Diesen Unterschied wollen wir wettmachen. Unsere Chancen sind zwar gestiegen, trotzdem geht es für uns nur um den Klassenerhalt. Alles andere ist utopisch."
Herausragender Mann in der vergangenen Runde war Björn Navarin, der mit 247 Toren der drittbeste Werfer der Liga war. Nur Lars Christiansen vom Vizemeister SG Flensburg (259) und Jan Filip (HSG Nordhorn/249) waren besser. "Der Björn ist ein richtiger Shooter mit hoher Wurfeffektivität" so Nothdurft.
Der VfL Pfullingen trägt seit dieser Saison das Namensanhängsel Stuttgart, weil der Verein in der neuen Halle, die neben dem Daimler-Stadion errichtet wird, ab Saisonbeginn 2006 seine Heimspiele austragen wird. Das Manko des VfL war bisher, dass die Kurt-App-Sporthalle nur 1200 Zuschauer fasst und man mit einem Mini-Etat von rund einer Million Euro auskommen musste. "So kann man auf Dauer die Bundesliga nicht halten", sagt Nothdurft.
Das Spiel in Weinsberg zählt zum Testprogramm, deshalb will der Trainer eine lasche Einstellung nicht durchgehen lassen: "Es geht noch um die Stammplätze, da werde ich drauf achten, dass es keiner im Vorbeigehen macht."
VfL Pfullingen-Stuttgart: Tor: Goran Stojanovic (neu), Tobias Heger; Kreis: Rastko Stojkovic (neu), Axel Kromer; Rückraum Mitte: Alexandar Stevic, Holger Breitenbacher; Rückraum rechts: Markus Gaugisch, Petr Kust (neu); Rückraum links: Björn Navarin, Marvin Nartey (neu); Rechtsaußen: Alexander Trost; Ralf Bader; Linksaußen: Andreas Blank, Marcus Bräuning.
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