Als Lazic zauberte und Hoppe traf

Absteiger TSB Horkheim war in den letzten 30 Jahren meist obenauf: 24 Runden in der Regionalliga

Von Klaus Apitz

Als Lazic zauberte und Hoppe traf

 Nach der Gründung im Jahr 1931 dauerte es bis 1962, ehe die Horkheimer ihren ersten Coup landeten. Die Truppe um den Spielmacher Gerhard Murrweiss und den Torjäger Herbert Hönnige wurde 1962 württembergischer Feldmeister.

Auch danach spielten die Horkheimer in den oberen Verbandsklassen mit, doch der ganz große Durchbruch ließ bis 1977 auf sich warten, als der Übergang vom Feld in die Halle in vollem Gang war. Da ging es in die Regionalliga, und seither war der TSB 24 Jahre in dieser Klasse.

Trainer der 77er-Meistertruppe war Peter Dietz, der ein Jahrzehnt beim TSB das sportliche Sagen hatte. Er hatte aber auch das Glück, es mit Topleuten zu tun zu haben. "Das war die spielstärkste Mannschaft, die wir je hatten", sagt Mike Löbich, der damals als junger Spieler dabei war. Spielmacher war Velimir Lazic, der aus Jugoslawien gekommen war. Wegen seiner technischen Klasse eine Art Handball-Zauberkünstler. Am Kreis spielten Otto Heuschele und Erhard Wertsch abwechselnd, Heuschele war der Abwehrchef. Und mit Dieter Ellinger hatte man einen der stärksten Torhüter Württembergs.

Später kam Rolf Hoppe dazu, der mit rund 1500 Toren in zehn Jahren zum erfolgreichsten TSB-Torjäger wurde. Nach dem Abstieg 1989 war Horkheim unter Horst Keilwerth 1991 schnell wieder drittklassig. Es war das Team um den ein Jahr zuvor unter abenteuerlichen Umständen nach Heilbronn geholten polnischen Torhüter Roman Honisch und der Leitfigur Thomas Murrweiss.

Höhepunkt war dann 1993 der Sprung in die 2. Liga mit Leuten wie dem Toremacher Tudor Rosca und dem Rechtsaußen Cornel Durau, beide durch die Verbindungen von TSB-Funktionär Helmut Hirschmann nach Horkheim gekommen. "Das war noch die Spielergeneration, die sich quälte, da herrschte ein echter Teamgeist", sagt Löbich. "Der Aufstieg kam überraschend", erinnert sich Löbich, denn nach dem 13:12 im ersten Aufstiegsspiel gegen Schwetzingen hatten die Gastgeber schon das Buffet für die Aufstiegsfeier aufgebaut. Doch Horkheim siegte mit 20:16, stieg aber sofort wegen eines einzigen fehlenden Punktes wieder ab. Das war auch das Ende der Zeit von Trainer Horst Keilwerth, nach einjährigem Absacken in die Oberliga war Thomas Kibele ab 1996 acht Jahre lang der Coach. Zur Aufstiegsmannschaft von 1997 zählten Torwart Nawid Banafsche, Linksaußen Alexander Huber, Kreisläufer Ingo Meckes und Spielmacher Pit Fröhlich.

Besonders zwischen 2000 und 2003 erlebte der TSB eine Hochzeit. "Es war ein verschworener Haufen", sagt Löbich, der längst hinter den Kulissen für seinen Club tätig ist. Die Flügelzange Petr Hrachovec und Alexander Huber machte pro Saison 200 Tore. Den Rest besorgten Dumitru Cartos und Matthias Polifka. Nur Huber ist noch übrig, der TSB steigt ab. An diesem Samstag spielt Horkheim in der Stauwehrhalle (20 Uhr) gegen den TV Bittenfeld.

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