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Nur Michael Hau klotzt so richtig ran

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Horkheims Handballer lassen Linkenheim beim 33:25 keine Chance, doch der Trainer ist nicht zufrieden

Von Klaus Apitz

HANDBALL - Der TSB Horkheim hat seinen Vier-Punkte-Vorsprung in der Oberliga mit einem 33:25-Arbeitssieg gegen die HSG Linkenheim-Hochstetten-Liedolsheim behauptet. Trotzdem war Trainer Volker Blumenschein mit der Leistung der Seinen nicht zufrieden. „Eine Spitzenmanschaft ledert so einen Gegner mit 14, 15 Toren Unterschied ab. Wir haben keine Ruhe ins Spiel reinbekommen.“

Die Mannschaft geht offenbar sparsam mit ihren Kräften um und schaltete einen Gang runter, wenn sie einen Gegner im Sack hat. Und Kapitän Dirk Förster wirbt dafür auch um Verständnis: „Natürlich können wir besser spielen. Aber man sollte nicht vergessen, dass wir schon mehr als 30 Pflichtspiele auf dem Buckel haben.“

Und es reichte ja locker, denn der Gegner durfte am Samstagabend nur in den ersten zehn Minuten darauf hoffen, in der mit 500 Zuschauern gut besetzten Stauwehrhalle punkten zu können. Innerhalb von fünf Minuten machten die Gastgeber aus einem 4:5 ein 9:6 und bauten den Vorsprung bis zur Pause auf 17:12 aus. Und dies, obwohl es im Spiel gegen eine offensiv deckende 3-2-1 Abwehr hakte. Viel zu wenig machten Felix Knoll und die anderen aus den freien Räumen vor dem Wurfkreis. Vor allem wurde zu selten in die Abwehr hineingestoßen.

Einzige Ausnahme war Michael Hau, der es immer wieder allein versuchte und dafür mit fünf Toren belohnt wurde. „Ich freue mich, dass ich auch mal wieder getroffen habe und hoffe, das es jetzt so weitergeht“, sagte er. Der Öhringer, der seit dem B-Jugendalter beim TSB spielt, ist in seinem vierten Jahr bei den Aktiven zu einer festen Größe auf der rechten Rückraumseite geworden.

„Er hat ein engagiertes Spiel gezeigt“, kam Lob vom Trainer für den 22-Jährigen. „Er ist unser bester Gegenstoßspieler und einer der Besten in der Abwehr.“

In der zweiten Halbzeit war nach dem 17:14 mit vier Toren in Folge schnell die Entscheidung gefallen, und dann ließen sie es auslaufen. „Wir haben uns gegen den Mittelblock schwer getan“, meinte Gästertrainer Harald Hoffmann und kam damit auf die gut stehende TSB-Abwehr zu sprechen. „Im Angriff haben wir oft den Ball verloren, und Horkheim ist eine Mannschaft, die so etwas bestraft“, lautete das Fazit von Torjäger Dennis Krätz. Letztlich aber zermürbten die Horkheimer ihren Gegner mit einem hohen Tempo. „Wir dürfen uns nicht zu sicher fühlen“, redet Michael Hau noch immer nicht von der Meisterschaft.

TSB Horkheim: Toskic, ab 39. Minute Hirschmann, Fasano - Jerkovic (3), Bauer (2), Förster (3), Schumacher (6), Hau (5), Fähnle (5/), Knoll (4), Huber (2), Pschierer (1), Tittel (2/1).

Beste der HSG Linkenheim: Schump (5), Kempf (5), Mika (3/1), Krätz (3/1).

Torfolge: 0:1, 1:3, 2:4, 4:5 (9.) 7:5, 7:6, 9:6 (14.) 11:9, 14:10 (25.) 16:11 17:12 - 17:14, 21:14 (41.), 23:15, 27:18, 25:17, 29:19, 22:25.

Siebenmeter: Horkheim 7 - Linkenheim 6.

Zeitstrafen: Horkheim 7 - Linkenheim 7.

Rote Karten: Stängle (Linkenheim/42.), Fähnle (Horkheim/59.) jeweils nach dritter Strafe.

Schiedsrichter: Meike/Plinz (Südbaden).

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