Nordheimer Frauen machen den nächsten Schritt
Handball - Die Frauen der Neckarsulmer SU spielten im Württemberliga-Heimspiel gegen Echterdingen groß auf und kamen zum höchsten Saisonsieg. Der TSV Nordheim verbesserte seine Lage im Kampf um den Klassenerhalt mit einem 29:24 in Herrenberg.
Handball - Die Frauen der Neckarsulmer SU spielten im Württemberliga-Heimspiel gegen Echterdingen groß auf und kamen zum höchsten Saisonsieg. Der TSV Nordheim verbesserte seine Lage im Kampf um den Klassenerhalt mit einem 29:24 in Herrenberg.
Neckarsulmer SU − TV Echterdingen 47:16 (23:7)
Mit ihrer mitreißenden Spielweise bewiesen die Neckarsulmerinnen in der gut besetzten Ballei einmal mehr, warum sie Spitzenreiter der Liga sind.
Neckarsulm begann die Partie hellwach und konzentriert, Femke Mädger erzielte bereits nach 15 Sekunden den ersten Treffer. Die nächsten Tore von Nicola Freudemann, Svenja Kaufmann und Martina Fritz folgten im Minutentakt, allesamt durch schnelle Konter aus einer sicher stehenden Abwehr heraus. Die Gegnerinenn kamen erst in der 5. Spielminute durch einen Strafwurf zum Torerfolg. Schrecksekunde in der 10. Minute, als sich NSU-Torfrau Anja Balbach eine Knieverletzung zuzog und für sie die Partie damit zu Ende war.
Galavorstellung
Aber auch Ersatztorfrau Hannah Bergmann präsentierte sich souverän und hielt ihr Gehäuse sauber. In der 18. Minute (12:3) versuchte der gegnerische Trainer durch eine Auszeit etwas Schadensbegrenzung zu betreiben. Aber die Echterdinger fanden kein Rezept, die Abwehr der Audistädter zu überwinden. Mit einem komfor- tablen 23:7 ging es in die Pause. Und in der zweiten Hälfte setzten die Gastgeberinnen ihre Galavorstellung fort.
Die Defensivarbeit wurde konzentriert weitergeführt und die Konterchancen weitgehend in Tore umgemünzt. Sie zauberten dann sogar, wie beispielsweise bei Tor Nr. 45, als Svenja Kaufmann nach einem Zuspiel von Martina Fritz einen Kempa-Treffer erzielte. Trainer Emir Hadzimuhamedovic stellte nach der Partie stolz fest, dass seine Mannschaft die bisher stärkste Saisonleistung gezeigt hatte. Kommenden Sonntag folgt das Heim-Derby gegen Nordheim. hk
Neckarsulmer SU: Anja Balbach, Hannah Bergmann − Nicola Freudemann (6), Clarissa Walter (2), Femke Mädger (10), Svenja Kaufmann (8), Isabel Tissekker (5/1), Tanja Brunn (1), Martina Fritz (7), Julia Perger (3), Jess. Baumgart (2), Lena Schäfer (2) .
SG Haslach-Herrenberg-Kupp. − TSV Nordheim 19:24 (9:11)
Aus den letzten vier Partien holte der TSV sieben Zähler und rückte in der Tabelle seit dem Aufstieg in die Württembergliga erstmals auf einen Nichtabstiegsplatz. Beim abgeschlagenen Tabellenletzten reichte es auch ohne drei Stammspielerinnen − die Ziegler-Schwestern und Nadine Diemer fehlten verletzungsbedingt − zum Sieg.
Zunächst aber fanden die Nordheimerinnen nicht ins Spiel, die Gastgeber legten ein 7:4 vor. Dann stabilisierte sich die TSV-Abwehr, und auch im Angriff lief der Ball flüssiger. Tor um Tor wurde aufgeholt und in der 24. Minute gelang beim 8:7 erstmals die Führung, die Nordheim bis zum 11:9-Pausenstand auch nicht mehr hergab. Die Marschroute für den zweiten Durchgang war recht schnell beschlossene Sache. Der TSV erhöhte auf 13:9, doch sollten sich kleine Fehler ins Spiel der Gäste einschleichen, die Herrenberg zu schnellen Kontertoren nutzte. Nach 41 Minuten fiel das 14:14, der Vorsprung war aufgebraucht.
Arbeitssieg
Doch die Nordheimerinnen hatten noch eine Antwort parat. Angetrieben von Jessica Popken, die mit acht Toren treffsicherste Nordheimerin war, legten sie zum 17:14 erneut vor. Bis zum 18:16 zehn Minuten vor Schluss blieb die SG aber auf Tuchfühlung. Doch Nordheim sollte die besseren Reserven haben. Mit sechs Toren in Folge zum 24:16 machte der TSV alles klar. Der SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen blieb bis zum 19:24-Endstand nur noch Ergebniskosmetik.
Es war kein schönes Spiel, das den Zuschauern geboten wurde, es muss sicherlich unter der Kategorie Arbeitssieg eingeordnet werden. Doch spielt dies aus Nordheimer Sicht letztlich keine Rolle, denn man nahm die Punkte mit, und allein das zählt. Relativ gelassen geht es jetzt nach Neckarsulm zum überragenden Spitzenreiter. red
TSV Nordheim: Weinstok, Becker −. Popken (8/4),. Brenner (3), Mayer (2), Kühner (4), Gaudernack (1), Allweil (1), Arnold (2), Baumann (1), Korthals (1), Ueltzhofer (1).
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