Hess kritisiert Vorstand und tritt zurück
Oliver Hess ist als Trainer des Handball-Zweitligisten TSG Ludwigsburg-Ossweil zurückgetreten. In einer Presseerklärung erhob der Coach schwere Vorwürfe gegen Geschäftsführer Olaf Schimpf und Vorstand Thomas Lutz
Beide hätten hinter dem Rücken vieler Verantwortlicher Fusionspläne mit dem TV Kornwestheim geschmiedet. Für Hess bedeutet dies, dass der Verein im schlimmsten Falle von der Handballkarte Deutschlands verschwinden könne, da genau diejenigen Leute zurückgetreten seien, die den Verein in den letzten Jahren am Leben gehalten haben.
Hess weiter: „Nach den sportlichen Misserfolgen zu Beginn der Saison, die sicher durch die Kampagne ,Reif für die 1. Liga‘ multipliziert wurden, und der dann erfolgten Steuerfahndung, haben wir sehr schwierige Wochen hinter uns. Allerdings waren wir uns einig darüber, dass wir nach Jahren, in denen es immer steil bergauf ging mit der TSG Ossweil, nicht beim ersten Nackenschlag aufgeben werden. Hess habe bereits Gespräche mit potenziellen Neuzugängen geführt, „damit wir auch in der Saison 2006/2007 eine schlagkräftige Mannschaft bei der TSG Ossweil haben werden“.
Nicht vorteilhaft seien laut Hess in dieser Situation die Presseberichte des TV Kornwestheim gewesen, die nach Scheitern ihrer Fusionspläne mit dam VfL Pfullingen, mit Nachdruck eine Fusion mit der TSG Ossweil in die Öffentlichkeit brachten: „Ich bin ich allerdings davon ausgegangen, dass wir aktuell zunächst in Ossweil unsere eigenen sportlichen und finanziellen Hausaufgaben zu erledigen haben und dann über eventuelle Veränderungen nachdenken. Diese Vorgehensweise habe ich auch immer so gegenüber meinen Spielern vertreten“, so Hess, der acht Jahren in Ossweil tätig war.
Heftig kritisiert Hess die Art der Gespräche, die der Geschäftsführer Olaf Schimpf und der Vorstand Thomas Lutz mit dem TV Kornwestheim geführt haben und über die er nicht informiert worden sei: „Dabei wurden unter anderem solche Themen wie: ,Ossweil lässt den TVK im Derby gewinnen, welche Spieler werden von welchem Verein übernommen, wie könnte man die TSG Ossweil in die Insolvenz gehen lassen‘ besprochen. Ebenfalls wurde schon Details der Fusionspläne ausgearbeitet“.
Jetzt zog Hess die Konsequenzen und trat zurück. (fj)
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