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Die 13 wird für Oliver Hess zur Glückszahl

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Auch die Tore des Halbrechten verhelfen dem TV Flein im Kellerduell gegen die Stuttgarter Kickers zum 30:27

Von Klaus Apitz
Gestatten Hess, Oliver Hess. In Bond-Manier brachte der Halbrechte der Fleiner die Stuttgarter Kickers fast im Alleingang zur Strecke. Flein machte im Abstiegskampf der Oberliga Baden-Württemberg Boden gut.
          Foto: AndreasVeigel
Gestatten Hess, Oliver Hess. In Bond-Manier brachte der Halbrechte der Fleiner die Stuttgarter Kickers fast im Alleingang zur Strecke. Flein machte im Abstiegskampf der Oberliga Baden-Württemberg Boden gut. Foto: AndreasVeigel

Die Handballer des TV Flein haben gestern am frühen Abend unter Beweis gestellt, dass sie mit Macht um den Oberliga-Klassenerhalt kämpfen. Das 30:27 (17:9) im fairen Kellerduell gegen die Stuttgarter Kickers vor rund 500 Zuschauern in der fast gefüllten Sandberghalle war ein erster kleiner Schritt auf dem Weg dorthin. Gefeierter Mann des Abends war Oliver Hess, dem 13 Tore gelangen. Trainer Rudolf Wagner lobte aber auch die Defensivabteilung: „Die 40 Minuten lang in der Abwehr gezeigte Leistung war unser Gewinner.“

Jedes Handballspiel hat seine eigene Dramaturgie, nicht immer fällt die Entscheidung in der Endphase. Diesmal war es sogar so, dass die Fleiner sich zwischen der 7. und 20. Minute in eine äußerst günstige Ausgangslage brachten, als sie sich von 5:3 auf 12:3 absetzten. „Wir haben die erste Halbzeit verschlafen, waren in der neuen Besetzung nicht eingespielt“, meinte Valentin Hörer. Er ist einer der Neuen aus der 2. Liga, mit denen die Stuttgarter den Abstieg verhindern wollen.

Doch 40 Minuten lang kamen weder er noch sein Rückraumkollege Ladislaw Goga gegen eine aggressive und bewegliche Fleiner Abwehrkette um den stark haltenden Jochen Hoffmann zum Zug. Glück war auch im Spiel, denn die Gäste hatten mehrere Würfe gegen Latte und Pfosten. Außerdem war die Stuttgarter Defensive vor allem auf der linken Seite anfällig. Dort stieß der 18-jährige Hess ein ums andere Mal in die Lücke und brachte es allein vor der Pause auf neun Tore. „Das habe nicht einmal in der Jugendzeit geschafft“, war der Halbrechte glücklich. Ihn hatten die Gäste nicht auf der Rechnung, die sich auf den Spielmacher Fabian Gerstlauer und Krunoslav Jelinic konzentrierten.

„Wir müssen weiter Druck machen“, sagte Wagner zur Pause. Doch lange beherzigte seine Mannschaft diese Vorgabe nicht. Zu passiv wurde nach dem 22:14 gespielt. Und binnen weniger Minuten waren die Gäste, die immer besser ins Rollen kamen, auf 20:23 heran. Ein Gewaltwurf von Gerstlauer und zwei weitere Tore von Hess beendeten aber das Zittern. „Jetzt haben wir Mut geschöpft, man merkt, dass t alle Mann an Bord sind“, meinte Hess.

Der Trainer hat ein Luxusproblem, einer wie Markus Denscheilmann saß über weite Strecken auf der Bank, Und seinen Sohn Stefan brachte er nach überstandener Krankheit erst in den letzten 20 Minuten.

„Da kann man froh sein, dass wir sie jetzt schon hatten“, atmete Wagner senior auf, denn diese stark aufgerüstete Stuttgarter Truppe dürfte sich in nächster Zeit aus dem Oberliga-Keller verabschieden. Gegen Flein kam sie nur etwas zu spät auf Touren.

TV Flein: Hoffmann, John (nicht eingesetzt) - Wagner, Gucanin 3, Denscheilmann, Schaible 3, Jelinic 7/3, Hess 13, Altmann, Gerstlauer 4, Müller.

Beste Torschützen der Stuttgarter Kickers: Goga 8, Frey 7/2, Hörer 3, Bauer 3.

Torfolge: 0:1, 5:3 (7.) , 12:3 (20.), 14:6, 17:9 - 18:9, 22:14 (41.), 23:20 (47.), 27:21 (53.), 27:24, 30:26, 30:27.

Zeitstrafen: Flein 3 - Stuttgarter Kickers 5.

Siebenmeter: Flein 3 - Stuttgarter Kickers 2.

Schiedsrichter: Hegel/Kurz (Nagold/Schönaich).

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