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Der Torjäger, der Schultes werden will

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Weinsbergs Bernd Bordon kandidiert in Untereisesheim

Bernd Bordon
          Foto: Archiv/Veigel
Bernd Bordon Foto: Archiv/Veigel

Handball - Vor dem Rückrundenauftakt des TSV Weinsberg in der Oberliga Baden-Württemberg an diesem Samstag (20 Uhr) beim TV Sandweier plagen Trainer Peter Baumann große Personalsorgen. Tim Landenberger laboriert immer noch an seiner Schulterverletzung, Marco Dutenstädter ist beruflich verhindert, so dass die Kerner-Städter nur mit einem Linkshänder agieren können.

Fehlen wird auf längere Sicht auch Torjäger Bernd Bordon, der sich beruflich verändern will und als Bürgermeister in Untereisesheim kandidiert. "Er hat sich kurz vor Weihnachten abgemeldet. Wenn es die Zeit zulässt, wird er dabei sein, aber der Wahlkampf hat Vorrang. Ich gehe in erster Linie davon aus, dass er in den nächsten Wochen nicht dabei ist", sagt Baumann. Das Ziel Klassenerhalt wird so nicht leichter zu erreichen: "Da bricht schon das Grundgerüst weg. Wir sind in dieser Saison nicht gerade vom Glück verfolgt", sagt Baumann.

Überraschung Die TSV-Personaldecke ist ultradünn, im Abschlusstraining waren nur acht Spieler dabei. Daher haben die Verantwortlichen reagiert. Schon gegen Sandweier könnte ein hochkarätiger Neuzugang von einem Drittligisten zum Einsatz kommen. "Vielleicht können wir den Gegner überraschen", hofft Baumann. Im Hinspiel feierte der TSV beim 29:27 den ersten von bisher zwei Saisonsiegen. Baumann hat die Partie mit seinen Übriggebliebenen genau analysiert. Man habe die meisten Tore durch Konter eingefangen, die aus eigenen technischen Fehlern resultierten. "Das wollen wir natürlich abstellen und viel Bewegung ins Spiel bringen, um die offensive Abwehr der Gastgeber zu beschäftigen", will der Coach sein Team offensiv ausrichten, Ball und Gegner laufen lassen. Linkshänder Michael Henninger soll die Rolle von Landenberger übernehmen.

Ursachenforschung "Die Verantwortlichen der Handball-Abteilung sowie die Sponsoren sind sich bewusst, dass es mit dem derzeitigen Kader schwer wird, sich vom Tabellenende zu lösen", sagt Vereinsfunktionär und Jugendtrainer Eberhard Saup. Allzu viele Verletzungen wichtiger Spieler und vor allem die berufliche Belastung vieler Akteure, die kaum eine regelmäßige Teilnahme am Training zuließen, seien die Hauptgründe, dass es in der Vorrunde nicht gelaufen sei. dö, son

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