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Der gewisse Reiz des körperbetonten Spiels

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Geballtes Talent und Handballpower aus einer Familie: Die Heilbronner Schwestern Yvonne, Linda und Lena Hoffmann

Von Klaus Apitz
Begeistert vom Handball: Die drei Hoffmanns (von links) Yvonne, Lena und Linda, die allesamt das körperbetonte Spiel mögen. Irgendwann einmal wollen sie in einem Team stehen. (Foto: privat)
Begeistert vom Handball: Die drei Hoffmanns (von links) Yvonne, Lena und Linda, die allesamt das körperbetonte Spiel mögen. Irgendwann einmal wollen sie in einem Team stehen. (Foto: privat)

Das Ehepaar Hoffmann hat fünf Kinder in die Welt gesetzt. Nur die Älteste, Tina, hat mit Leistungssport nichts am Hut. Der einzige Junge war mal ein guter Fußballer, hat damit aber inzwischen aufgehört.

Die Sportbegeisterung des Vaters aber haben die 23-jährige Yvonne, ihre 14 Monate jüngere Schwester Linda und - als Nachzüglerin - die 14-jährige Lena im Blut.

Dass es dann Handball wurde, war Zufall. "Kommt doch mal mit", sagte eine Freundin. Und weil die Hoffmanns im Heilbronner Osten leben, ging es zur damaligen Turngemeinde in die Mönchseehalle zum Handballspielen. Und es war gleich ein Volltreffer. "Wir sind dabei geblieben, weil uns das körperbetonte Spiel gefällt. Basketball wäre nichts für mich", sagt Yvonne, die beim Heilbronner Landratsamt arbeitet und inzwischen in Dimbach lebt. Auch zu Lindas draufgängerischer Art passte das Spiel, bei dem es ohne blaue Flecken nicht geht. Ihr gefällt, dass sich beim Handball auch zeigt, wie gut die sieben Spielerinnen als Team funktionieren. "Mir ist das Zusammenkämpfen wichtig, eine Einzelsportart wäre nichts für mich."

Linda ist diejenige, die den Zug zum Tor hat und die Eins-zu-eins-Aktionen sucht. Yvonne ist eher die filigranere, die ein Auge fürs Spiel hat und im Rückraumzentrum die Bälle verteilt. Beide haben sie nach ihrer TG-Zeit beim VfL Neckargartach gespielt, der jetzt auch nicht mehr so heißt. Und dann ging's zum TSV Kochertürn, der ebenfalls den Namen verändert hat und nun als HSG Kochertürn/Stein firmiert.

Linda wagte vor ein paar Jahren zwar mal einen Abstecher in die Regionalliga nach Oßweil, doch die Geschichte war schnell vorbei. Sie und Yvonne sehen ihre sportliche Heimat in Kochertürn und spielten dort auch beim Württembergligisten bis Ende der vergangenen Saison Seite an Seite. Doch dann ist Linda Hoffmann, die im Urlaub 2004 ihren Traummann kennen gelernt hatte, der Liebe wegen nach Mönchengladbach gezogen.

"Wir wollen aber in zwei, drei Jahren wieder zurück nach Heilbronn", sagt Linda Hoffmann. Es könnte sich dann sogar die Konstellation ergeben, dass sie, Yvonne und die dann 17 Jahre alte Lena in einem Team spielen. "Das wär's", sagt Linda, und Yvonnes Augen strahlen, als sie darauf angesprochen wird: "Das wäre was ganz Besonderes."

Denn Lena vereint die Stärken der großen Schwestern, sagen diese. "Sie hat das Beste von uns beiden geerbt", sagt Yvonne. Die Jüngste macht die einfachen Tore, ist zweikampfstark und eine gute Ballverteilerin. "Ich will mal in die Bundesliga", sagt Lena Hoffmann, die mit den C-Mädchen der HSG Frankenbach/Neckargartach in der Oberliga spielt.

Auch über den Handball haben die älteren Schwestern einen sehr guten Draht zueinander gefunden. "Wir sind wie Zwillinge", sagt Yvonne. "Wir telefonieren viel miteinander und reden, wie es so beim Spiel gelaufen ist", ergänzt Linda. Und wenn die Lena noch ein paar Jährchen älter ist, dann werden sie Drillinge sein.

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