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Den Angriffswellen nicht standgehalten

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Handball - Sonderlich niedergeschlagen wirkten die Horkheimer Handballer nach dem Aus im nationalen Pokalwettbewerb nicht. Sie hatten am Mittwochabend beim 33:37 (15:19) im Regionalliga-Duell gegen die HSG Gensungen-Felsberg kein schlechtes Spiel abgeliefert. Doch der Gegner erwies sich als zu stark, spielte seine in der zweiten Liga gesammelte Erfahrung aus. „Das war eine sehr gute Mannschaft, und wir waren in der Abwehr zu passiv“, sagte Torhüter Timo Hirschmann.

Von Klaus Apitz
Was tun? Horkheims Trainer Volker Blumenschein musste anerkennen, dass der Pokalgegner Gensungen einen Tick stärker war als sein TSB.Foto: Archiv/Veigel
Was tun? Horkheims Trainer Volker Blumenschein musste anerkennen, dass der Pokalgegner Gensungen einen Tick stärker war als sein TSB.Foto: Archiv/Veigel

Handball - Sonderlich niedergeschlagen wirkten die Horkheimer Handballer nach dem Aus im nationalen Pokalwettbewerb nicht. Sie hatten am Mittwochabend beim 33:37 (15:19) im Regionalliga-Duell gegen die HSG Gensungen-Felsberg kein schlechtes Spiel abgeliefert. Doch der Gegner erwies sich als zu stark, spielte seine in der zweiten Liga gesammelte Erfahrung aus. „Das war eine sehr gute Mannschaft, und wir waren in der Abwehr zu passiv“, sagte Torhüter Timo Hirschmann.

Zu viele Gegentore

Ein treffendes Fazit. Der Defensivblock hätte vor den etwa 250 Zuschauern in der Stauwehrhalle vor allem in der ersten Halbzeit besser zupacken müssen, um den anbrandenden Angriffswellen standhalten zu können. „Die Zusammenarbeit zwischen der Abwehr und dem Torwart war nicht regionalligatauglich“, schmeckten Trainer Volker Blumenschein die 37 kassierten Tore überhaupt nicht. Denn das Prunkstück des Aufstiegsjahres erwies sich diesmal als morsch. Vor allem der Gäste-Halblinke Carsten Göbel traf nach Belieben und machte zehn seiner zwölf Tore bis zur Halbzeit.

Zwei Schwächephasen

Ärgerlich für die Horkheimer war, dass sie über weite Strecken ebenbürtig waren und die Partie deswegen auch eine andere Wendung hätte nehmen können. Doch sie leisteten sich zwei Phasen, die das Spiel entschieden. Einmal nach dem 8:7, als sich im Abschluss die Fehler häuften und Gensungen sich nach und nach auf 18:12 absetzte. Dann nach der Aufholjagd, die nach 38 Minuten zum 21:21 geführt hatte. „Da haben wir den letzten Schritt nicht gemacht“, so Henning Tittel. Womöglich wäre der Gegner ins Wanken geraten, wenn Horkheim selbst ein, zwei Tore vorgelegt hätte.

Dies gelang nicht, zehn Minuten später beim 25:30 war der Fall besprochen. In dieser Phase war entscheidend, dass Gensungen die besser besetzte Bank hatte. Jetzt trafen andere, Regisseur Frank Eidam, der Halbrechte Steffen Ober und Göbels Ersatzmann Mario Schanze. Beim TSB dagegen fanden die Brüder Wolfgang und Philipp Kroll nichts ins Spiel, als sie für Markus Schumacher (neun Tore) und Michael Hau (6) auf dem Feld waren.

„Sie haben gewonnen, weil sie besser waren“, sagte Blumenschein hinterher. Es war der Unterschied zwischen von unten kommen und sich in der Regionalliga etablieren wollen und von oben kommen und sofort wieder in die zweite Liga zurückwollen.

Ein Gutes müsste die Pokalniederlage für die Horkheimer haben. Der nächste Liga-Gegner TV Neuhausen/Erms (Samstag 20 Uhr, Stauwehrhalle) spielt wie die Nordhessen: aggressive Deckung, schnelles Spiel nach vorn. Blumenschein schätzt den Tabellenführer als noch stärker ein als Gensungen. Das kann ja heiter werden.

TSB Horkheim: Hirschmann, Honisch (31. bis 52. Minute) - Altmann (1), Grimm, Baum (2/1), Knoll (7/3), Huber, Fähnle (2), Schumacher (9), Tittel (3), Hau (6), Herrmann (2), Wolfgang Kroll (1), Philipp Kroll.

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