Weinsberg hat längeren Atem und Glück
Handball - Glück hatten die Spieler des TSV Weinsberg, denn erst in der 58. Minute übernahmen sie in der zweiten Halbzeit die Führung und hielten sie bis zum Ende. Gegen den Tabellenführer der Württembergliga Süd, die SG Lauterstein, sprang zwar letztlich im Pokalwettbewerb ein 29:27-Sieg heraus, aber beide Mannschaften boten nur durchschnittliche Leistungen.

Handball - Vom Glück des Tüchtigen zu sprechen, fiel den nur 250 Zuschauern in der Weibertreuhalle gestern am frühen Abend sicherlich schwer. Glück hatten die Spieler von Trainer Axel Mayer, denn erst in der 58. Minute übernahmen sie in der zweiten Halbzeit die Führung und hielten sie bis zum Ende. Gegen den Tabellenführer der Württembergliga Süd, die SG Lauterstein, sprang zwar letztlich im Pokalwettbewerb ein 29:27-Sieg heraus, aber beide Mannschaften boten nur durchschnittliche Leistungen. „In den letzten zehn Minuten hatten wir deutlich mehr Luft“, war für TSV-Trainer Axel Mayer ein Konditionsvorteil entscheidend dafür, dass man die Partie noch hatte drehen können.
Neben dem Ausfall von Spielmacher Markus Kübler mussten noch Fabian Schmid und Jürg Schrembs pausieren, so dass Stefan Sander und Jörg König aus der Weinsberger Reserve mit auf der Bank saßen.
Schwierigkeiten
Beide Mannschaften begannen nervös. Die Gäste konnten Tim Landenbergers Tore und die Treffer des Weinsberger Kreisläufers Lars Vollert immer wieder egalisieren. Nach sieben Minuten stand es immer noch 1:1. Bereits in den ersten Minuten zeigte sich, dass Bernd Bordon Schwierigkeiten hatte, zum Erfolg zu kommen, seine Tore fehlten. Der 8:6-Zwischenstand nach 20 Minuten verdeutlichte die vielen Fehlwürfe auf beiden Seiten. Mit einer unbeweglichen Abwehr und drei technischen Fehlern in Folge handelte Weinsberg sich gar ein 11:13 zur Pause ein.
Auch danach sahen die Zuschauer nicht die gewohnt schnellen Anspiele der Blau-Weißen. Auf 15:11 vergrößerte sich der Vorsprung der Gäste, da am Kreis Bälle verspielt wurden und die Gäste die Lücken in der Abwehr ohne größeren Widerstand zu Toren nutzten. Um die 40. Minute standen nur noch drei Weinsberger gegen sechs Lautersteiner auf dem Feld. Als Patrick Mittman trotzdem zum 18:20 traf, schien ein Ruck durch Mayers Team zu gehen. Zwar schaffte man es immer noch nicht, hinten komplett dicht zu machen, aber Weinsberg blieb dran. Bernd Bordon, Tim Landenberger und der stark kämpfende Patrick Mittman - er warf nach der Pause sechs Tore - schafften das 27:27. Lars Vollert erzielte dann das 28:27. Und trotz der Auszeit des Gegners 31 Sekunden vor Schluss Minute gelang Patrick Mittmann der Treffer zum 29:27.
„Wir hätten schon in der ersten Hälfte so aggressiv decken müssen und nicht erst gegen Spielende“, kommentierte der gut haltende Matthias Friebe das Spiel. Trainer Mayer hatte zuletzt im Training hauptsächlich Krafteinheiten üben lassen. „Das hat man in der Feinabstimmung gemerkt“, sagte Kapitän Bernd Bordon.
TSV Weinsberg: Friebe, Czech - Saefkow, Vollert (5), Köngeter, Bordon (6/1), Landenberger (9), Mittmann (7), Bantel (1),Bort (1), Sander, König.
Zeitstrafen: Weinsberg 4 - Lauterstein 2. Strafwürfe: Weinsberg 2/1 - Lauterstein 3/2.
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