Horkheim und seine Festung

Handball - Mit 34:30 Drittliga-Tabellenführer Söflingen von der Spitze gestürzt

Von Michael Roll
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Horkheim und seine Festung
Söflinger Abwehr ausgehebelt: Der Horkheimer Michael Hau hebt ab, täuscht einen Wurf an und spielt den Ball auf Stefan Fähnle am Kreis.Foto: Andreas Veigel

Handball - Die Horkheimer Stauwehrhalle bleibt eine Festung. Gastgeber TSB gewann auch sein drittes Saisonheimspiel, die TSG Söflingen wurde mit einem 34:30 (19:11) von der Spitze der 3. Bundesliga Süd gestürzt. In der ersten Halbzeit demontierten die Horkheimer ihre Gegner regelrecht und siegten am Ende verdient. "Ich weiß nicht, welche Sportart meine Mannschaft in der ersten Halbzeit gespielt hat,Handball war das jedenfalls nicht", grantelte TSG-Trainer Mike Wolz nach der Partie.

Eindrucksvoll

Die Horkheimer starteten hochkonzentriert. Jeder Ballgewinn und Torerfolg wurde gefeiert, die Körpersprache der Horkheimer zeigte es: Sie wollten den Sieg und die Rehabilitierung für die schwache Vorstellung in Großsachsen. Und dies gelang zunächst eindrucksvoll. In der Abwehr rührten Stefan Fähnle und Co. mächtig Zement an, und auch Keeper Wojciech Honisch hatte einen starken Tag erwischt. Und so führten die Gastgeber nach sechs Minuten schon mit 5:2. Beim 8:3 nahm der Gästetrainer eine Auszeit. Kurzzeitig konnten die Gäste nun mit dem TSB mithalten, doch gegen die Horkheimer Spielfreude war kein Kraut gewachsen. Immer wieder wurde bis zum freien Mann durchgespielt, der dann auch eiskalt vollendete. Allen voran die Außenspieler Felix Knoll und Michael Hau. Der Schachzug von Trainer Volker Blumenschein mit Knoll auf Linksaußen und Polifka in der Mitte ging voll auf. Bis zur 25. Spielminute enteilten die Horkheimer gar auf 17:7, die Stauwehrhalle stand Kopf. In der Folge nahmen die Horkheimer etwas das Tempo heraus und Söflingen konnte bis zum Pausentee auf 19:11 verkürzen.

Danach folgte die schwächste Phase des Spieles aus Sicht des TSB. Die Söflinger nutzen die Horkheimer Fehler und kamen immer näher heran. Nach 39 Minuten stand es nur noch 22:19. Die Horkheimer besannen sich aber auf ihre Kampfestugenden und hielten dagegen. Zehn Minuten vor Schluss musste Kilian Ziegelmaier nach einem brutalen Foul an Hau vom Platz. Die Horkheimer ließen sich von der Hektik in der Schlussphase, in der kaum eine Mannschaft noch mit sechs Feldspielern auf dem Platz war, nicht anstecken und brachte den knappen Vorsprung im Stile einer Spitzenmannschaft über die Zeit.

Lob vom Trainer

Kommentar von TSB-Trainer Blumenschein: "Wir haben in der ersten Hälfte 28 Minuten lang bärenstark gespielt. Doch dies kannst du gegen eine Spitzenmannschaft wie Söflingen nicht 60 Minuten durchhalten. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft.

Am kommenden Wochenende muss Horkheim nun bei der sehr heimstarken TSG Haßloch antreten und macht den nächsten Versuch, auch auswärts mal zu punkten.

In der Liga ist nur noch der TSV Friedberg ohne Punkteverlust, Horkheim liegt mit 6:4 Punkten in Lauerstellung.

TSB Horkheim: Hirschmann, Honisch − Günthner, Kaupert, Maurer, Knoll (7), Philipp Kroll (7). Marjanovic, Hebel, Fähnle (7/2), Schumacher (3), Polifka (5,) Hau (4), König (1).

Beste Söflinger Werfer: Ilic (13/3), Roland Kroll (4), Schmid 3, Feigl (2/1), Dürner (2), Ziegelmaier 2, Klaus (2/1).

Zeitstrafen: Horkheim 7 − Söflingen 10. Disqualifikation: Ziegelmaier/Söflingen (50).


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