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34:28 -Der Trainer pokert und die Trümpfe stechen

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Als Gerstlauer und Gucanin eingreifen, bekommen die Fleiner Handballer den starken Gegner Helmlingen in den Griff

Von Klaus Apitz
Torhüter Jochen Hoffmann, Fabian Gerstlauer, Holger Schaible und Rene Müller feiern nach dem 34:28 gegen Helmlingen mit den Fans.
          Foto: Marc Schmerbeck
Torhüter Jochen Hoffmann, Fabian Gerstlauer, Holger Schaible und Rene Müller feiern nach dem 34:28 gegen Helmlingen mit den Fans. Foto: Marc Schmerbeck

Handball Land in Sicht: Der TV Flein hat gestern das Spiel gegen TuS Helmlingen deutlich mit 34:28 (17:14) gewonnen und dabei über weite Strecken gezeigt, dass man in dieser Liga bestehen kann. „Das wird noch hart“, macht sich aber Wolfgang Wörner als Verantworlticher des Oberliga-Aufsteigers nichts vor. Der Weg zum Klassenerhalt wird steinig.

Ganz schön mutig war Trainer Rudolf Wagner, der pokerte und anfangs Fabian Gerstlauer und Peter Gucanin auf der Bank ließ. Und so stand es nach 15 Minuten 5:9. Bis dahin hatten die Gäste mit ihrem Spielertrainer Kalma Fenyö, mit Carlos Garccia und Fabian Ackermann ihre Freiheiten im Rückraum weidlich genutzt. Erst als die Fleiner in der Abwehr etwas weiter nach vorne rückten, um die Distanzwürfe zu unterbinden, kamen sie besser ins Spiel.

Aber auch, weil jetzt Gerstlauer und Gucanin kamen. Zuvor hatten sich die Gastgeber immer wieder festgelaufen. Lediglich Tore von außen durch Rene Müller und Holger Schaible hielten Flein zunächst im Spiel. Doch kaum war Gerstlauer da, begann sich das Spiel zu drehen. In nur zehn Minuten wurde aus einem 6:10 (17.) ein 15:12. „Da waren wir permanent in Unterzahl, das hat uns das Genick gebrochen“, meinte Fenyö.

Es war in diesem mit hoher Intensität geführten Spiel die Vorentscheidung, auch weil auf halbrechts Oliver Hess einen Klassetag erwischte und acht Tore erzielte. Allerdings wehrten sich die Helmlinger noch lange und versuchten mit Macht, eine Wende zu erreichen. Die größte Chance dazu bot sich ihnen kurz nach der Pause, als sie von 14:19 auf 19:20 herangekommen waren. Fünf Gästespieler und drei Fleiner standen wegen Zeitstrafen noch auf dem Parkett der Sandberghalle.

Doch dann traf Oliver Hess, Torhüter Hoffmann wehrte im Gegenzug ab, Fabian Gerstlauer erhöhte auf 22:19. In diesen Minuten muss den Gästespielern klar geworden sein, dass sie nicht mehr zum Zug kommen würden. Sie waren dabei nicht einmal die schlechtere Mannschaft, sondern einfach zu oft in Unterzahl. In der Abwehr langten die Helmlinger zu heftig hin, was ihnen 13 Zeitstrafen einbrachte. Die Hälfte der Zeit dezimiert, das war zu viel des Guten „Wir waren nicht entschlossen genug und setzen nicht um, was wir uns vornehmen“, sagte Fenyö. Sein Gegenpart Rudolf Wagner wiederum konnte mit zunehmender Spieldauer gelassen zusehen, wie sein Pokerspielchen aufging. Nach dem 24:21 setzten sich die Fleiner auf 28:23 und 31:24 ab. Der Rest war Schaulaufen.

„Man braucht Leute in der Hinterhand, außerdem war der Gerstlauer nach dem Warten richtig heiß“, begründete Wagner seine taktische Marschroute. „Der Sieg war für uns ein kleines Mosaiksteinchen, nächste Woche trainieren wir vier Mal.“ Sie versuchen alles in Flein, um in der Klasse zu bleiben.

TV Flein: Hoffman, John - Brenner 1, Wagner 6/3, Gucanin 1, Denscheilmann 1, Schaible 5, Hess 8, Altmann, Gerstlauer 7/3, Müller 4, Jelinic 1.

Beste Helmlinger Torschützen: Fenyö 8/2, Garcia 5, Ackermann 5, Ludwig 4.

Torfolge: 0:1, 1:1, 1:3, 4:4, 4:7, 6:10, 12:10, 15:12, 17:14 - 19:14, 20:19, 24:19, 24:21, 26:21, 28:23, 31:24, 34:26, 34:28.

Siebenmeter: Flein 6 - Hemlingen 4.

Zeitstrafen: Flein 8 - Helmlingen 13 plus Platzverweis für Denis Ludwig. Zuschauer: rund 500.

Schiedsrichter: Kleemann/Teynor (Mannheim).

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