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Falken schießen zu wenig Tore

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Eishockey - Wer in diesen kalten, ungemütlichen Tagen eine kleine Aufbesserung der Laune benötigt, dem sei ein kurzes Gespräch mit Frank Petrozza angeraten. Der Routinier der Heilbronner Falken scheint den Begriff schlechte Laune bestenfalls aus dem Wörterbuch zu kennen. Wahrscheinlich aber nicht einmal von dort. Frank Petrozza ist der Gute-Laune-Onkel der Heilbronner Falken. Der ständige Optimist. Der Mit-einem-Lachen-vertreibe-ich-alle-Sorgen-Typ.

Von Marco Scheinhof
Frank Petrozza ist ein ganz wichtiger Spieler für die Heilbronner Falken. Sowohl auf dem Eis als auch daneben.Foto: Archiv/Veigel
Frank Petrozza ist ein ganz wichtiger Spieler für die Heilbronner Falken. Sowohl auf dem Eis als auch daneben.Foto: Archiv/Veigel

Eishockey - Wer in diesen kalten, ungemütlichen Tagen eine kleine Aufbesserung der Laune benötigt, dem sei ein kurzes Gespräch mit Frank Petrozza angeraten. Der Routinier der Heilbronner Falken scheint den Begriff schlechte Laune bestenfalls aus dem Wörterbuch zu kennen. Wahrscheinlich aber nicht einmal von dort. Frank Petrozza ist der Gute-Laune-Onkel der Heilbronner Falken. Der ständige Optimist. Der Mit-einem-Lachen-vertreibe-ich-alle-Sorgen-Typ.

Lange Liste

Und Sorgen haben die Heilbronner eigentlich genug. Vor allem personeller Art. Die Verletztenliste wird immer länger. Fast schon länger als die Liste einsatzbereiter Spieler. Und doch sagt Petrozza: „Alles ist gut. Wir lassen uns nicht verrückt machen.“ Der Stürmer hat leicht reden. Bei ihm läuft es. Am Sonntag, bei der 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen in Dresden, hatte er zwei Tore erzielt. Das war wichtig, sicherte den Falken immerhin einen Punkt. „Für ein Auswärtsspiel in unserer Lage war das in Ordnung“, sagt Petrozza.

Nicht in Ordnung war die Leistung am Freitagabend beim 0:4 gegen den SC Riessersee. „Das war gar nichts, aber solche Spiele gibt es nun mal“, meint der Routinier. Nichts also, was ihm die Laune dauerhaft verhageln würde. Dafür ist das Eishockey-Geschäft zu schnelllebig. Dafür hat Petrozza schon zu viel erlebt. „Natürlich wurde Rico in der Kabine etwas lauter. Wir älteren Spieler natürlich auch“, erzählt Petrozza. Das verlangt Trainer Rossi auch von seinen Leistungsträgern.

Der Falken-Coach hatte am Samstag mit einem deutlich anstrengenderen Training als normal auf die Niederlage reagiert. Und mit einer Reihenumstellung. „Ich wollte am Sonntag ein Zeichen von meiner Mannschaft sehen. Das habe ich gesehen, das war in Ordnung“, sagt Rossi. Und: „Wir hatten in Dresden mehr als einen Punkt verdient.“ Das Problem momentan: Die Falken schießen zu wenig Tore. „Wir haben ausreichend Chancen, nutzen die aber nicht“, sagt Rossi. Was wohl auch daran liegt, dass die Stürmer momentan auch in der Defensive mehr gefordert sind als normal. Und dass Rossi in diesem Jahr fast ausschließlich nur mit drei Reihen stürmen kann.

Am Sonntag fehlte Kapitän Jean-Francois Caudron, zudem musste Luigi Calce nach 20 Minuten das Spielen einstellen. Er hatte Probleme mit der Leiste. Darüber hinaus plagen den Routinier schon seit einigen Wochen Schmerzen im Knie und Ellbogen. „Manchmal, wie am Sonntag, behindert ihn das. Manchmal auch nicht. Aber wir können es uns jetzt nicht leisten, dass Luigi operiert wird. Also muss er damit bis zum Saisonende leben“, sagt Rico Rossi.

Entspannung

Es wäre fatal, würde sich Calce auch noch in die Verletztenliste einreihen. Bis zur Deutschland-Cup-Pause stehen noch zwei Partien an, dann sollte sich die Lage entspannen. Aaron Power und Torsten Fendt sollten dann wieder zurück sein. Mittlerweile hat Rossi auch die Bemühungen aufgegeben, noch einen Tryout-Spieler für diese Übergangszeit zu suchen. „Das Thema ist durch“, sagt er. Für die Partie am Freitag in München erhofft er sich Verstärkung von den DEL-Kooperationspartnern. Augsburg, Mannheim und Düsseldorf müssen am Freitag nicht ran. „Vielleicht kriegen wir ja von dort den ein oder anderen Spieler“, hofft Rossi.

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