Bittere Diagnose für Neckarsulms Lena Hoffmann
Handball - Saison-Aus nach Kreuzbandriss. Halbes Jahr Pause Normalerweise. Doch in sportlicher Hinsicht ist bei Lena Hoffmann seit Montag nicht mehr alles normal. Denn da erhielt die 22-Jährige die bittere Diagnose, die sich nach ihrer Knieverletzung beim Donnerstagstraining vergangener Woche bereits angedeutet hatte.

Handball - Irgendwann am späten Nachmittag dieses Samstags werden sie sich gemeinsam ins Auto setzen und auf den Weg nach Großbottwar machen. Da steht um 20 Uhr das Drittliga-Derby zwischen dem dort beheimateten Turnverein und der Neckarsulmer Sport-Union angepfiffen wird. Sie, das sind NSU-Rückraumspielerin Lena Hoffmann und Denise Geier, gebürtige Leingartenerin und aktuell Haupttorschützin der Großbottwarerinnen. "Wir kennen uns schon länger. Und da nimmt mich Denise eben mit zum Spiel", sagt Lena Hoffmann, die in der vorigen Spielzeit noch selbst das TVG-Trikot trug. Normalerweise würde mit dem Derby-Anpfiff das freundschaftliche Verhältnis der beiden für die 60 Spielminuten in den Hintergrund rücken und Hoffmann ebenso wie Geier für ihr Team auf Tore- und Punktejagd gehen.
Halbes Jahr Pause Normalerweise. Doch in sportlicher Hinsicht ist bei Lena Hoffmann seit Montag nicht mehr alles normal. Denn da erhielt die 22-Jährige die bittere Diagnose, die sich nach ihrer Knieverletzung beim Donnerstagstraining vergangener Woche bereits angedeutet hatte. Und die lautet: Kreuzbandriss im linken Knie. "Da ich die gleiche Verletzung vor zwei Jahren schon im anderen Knie hatte, war ich mir gleich zu 99 Prozent sicher, dass es auch diesmal ein Kreuzbandriss ist", sagt Hoffmann. Zunächst sei sie natürlich geknickt gewesen, doch seit einigen Tagen hat sich die NSU-Spielerin mit der Nummer drei gefangen und blickt nach vorn: "Natürlich hätte ich vor allem gegen meinen alten Verein Großbottwar gerne gespielt. Aber man kann ja nichts dran ändern. Ich werde jetzt alles tun, dass ich so schnell wie möglich wieder fit werde." Hoffmanns erste Zielsetzung: "Ich will in sechs Monaten wieder spielen."
Fest steht: Ihre Mitspielerinnen müssen im Derby beim TV Großbottwar − als Drittletzter akut abstiegsgefährdet − und auch die restliche Rückrunde ohne die 1,80 Meter große Leistungsträgerin auskommen. Bei derzeit nur noch zehn einsatzfähigen Feldspielerinnen sind die Voraussetzungen, die Tabellenspitze gegen Verfolger SV Allensbach bis zum Ende zu verteidigen, für das Team von Trainer Emir Hadzimuhamedovic also nicht besser geworden. "Natürlich haben wir jetzt im Rückraum und in der Abwehr weniger Variationsmöglichkeiten. Dennoch ist mir vor den restlichen Spielen nicht bange. Ich sehe die Mannschaft in jedem Training und bin zuversichtlich, dass wir die Saison erfolgreich zu Ende spielen werden, wenn wir weiterhin diesen Willen und den Zusammenhalt zeigen, den wir bislang bewiesen haben", sagt der NSU-Trainer.
Auskuriert
Gut sieht es personell − mit Ausnahme von Hoffmann − bei der NSU aus. Kathrin Fischer, Svenja Kaufmann und Luisa Gerber haben ihre Blessuren auskuriert und sind rechtzeitig zum Derby einsatzbereit. Unabhängig davon geht das Hadzimuhamedovic-Team ohnehin als Favorit in die Partie. "Das einzige, das für Großbottwar spricht, ist der Umstand, dass sie nichts zu verlieren haben und nur gewinnen können", sagt der NSU-Trainer, der ebenso wie Lena Hoffmann überzeugt davon ist, dass die NSU ihre Siegesserie fortsetzt. "Ich bin zu hundert Prozent sicher, dass die Mädels das auch ohne mich hinkriegen und wir gewinnen", sagt Hoffmann.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare