Falken sind die Derbykönige

Eishockey - Die Schmach ist getilgt. Die Heilbronner Falken haben Wiedergutmachung geleistet für die 0:5-Derbyblamage im Dezember. Am Freitagabend wurde der Lokalrivale Bietigheim Steelers mit 5:1 (1:0,2:1,2:0) geschlagen.

Von Andreas Öhlschläger
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Eishockey - Die Schmach ist getilgt. Die Heilbronner Falken haben Wiedergutmachung geleistet für die 0:5-Derbyblamage im Dezember. Am Freitagabend wurde der Lokalrivale Bietigheim Steelers mit 5:1 (1:0,2:1,2:0) geschlagen. Die Tabellenführung blieb erhalten. Der Verfolger Landshut gewann in der Verlängerung mit 3:2 in Rosenheim.

Im Heilbronner Tor stand der erst 17-jährige Niklas Deske. Das Talent der Mannheimer Adler zeigte keinerlei Nervenschwäche. Am Gegentor war Deske schuldlos. Fürs erste Profispiel war das eine sehr souveräne Leistung. Der Youngster wurde von den Zuschauern in der Kolbenschmidt-Arena zu Recht gefeiert.
Die Falken-Fans sangen zudem beglückt: „Die Nummer eins im Land sind wir.“ Nicht nur die Nummer eins im Ländle, sondern auch weiterhin die Nummer eins im deutschen Zweitliga-Land. Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi geht als Tabellenführer in den letzten Hauptrunden-Spieltag.

Kracher

Nach dem ersten Drittel hatten die Falken verdient mit 1:0 geführt. In der 7. Minute traf Topscorer Fabio Carciola mit einem Kracher aus der Distanz den Pfosten. In der 9. Minute war Steelers-Ersatztorwart Adam Hauser, der vor der Abstiegsrunde Spielpraxis sammeln durfte, geschlagen, als Cory Urquhart nach Vorarbeit des ehemaligen Bietigheimers Alexander Serikow traf. Die größte Chance zum 2:0 der Falken vergab Teamkapitän Luigi Calce in der 11. Minute. Für die Steelers hätte Chris St. Jacques das 1:1 erzielen können. Er stand frei vor Niklas Deske. Aber der junge Goalie parierte den Rückhandschuss (17.).

In der 26. Minute traf St. Jacques dann. 1:1. Aber dabei blieb es nicht lange. Urquhart mit seinem zweiten Treffer sorgte in der 27. Minute fürs 2:1 der Falken. Verteidiger Corey Mapes erhöhte auf 3:1 (32.).
Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts hätte Chris Billich treffen müssen. In Heilbronner Unterzahl fuhr er allein auf Hauser zu, schoss diesen aber an. Der Puck trudelte knapp am Pfosten vorbei.

Im Schlussdrittel sorgten Adriano Carciola (45.) und Michail Kozhevnikov (54.) noch für den klaren 5:1-Sieg der Falken im Derby. Es hatte schon weit umkämpftere Duelle zwischen Heilbronn und Bietigheim gegeben. Man merkte, dass es um nichts Bedeutsames mehr ging. Steelers-Trainer Kevin Gaudet hatte als oberste Devise ausgegeben: „Es darf sich bloß kein Spieler verletzen.“ Gewinnen wollte er zwar. Aber die Falken waren einfach besser, hatten mehr Chancen. „Heilbronn ist mein Favorit auf die Meisterschaft - wenn der Torwart gesund ist“, sagte Gaudet. Ryan MacDonald fehlt noch länger, Domenic Bartels nicht mehr lange. Aber auch auf Niklas Deske kann sich die Mannschaft voll verlassen.

Torsten Fendt, Bryan Marshall und Alexander Serikow waren wieder dabei. Der zuletzt kranke Verteidiger und die beiden angeschlagenen Stürmer spielten, allerdings fehlte Angreifer Francis Lemieux, der nach seiner dritten Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe gesperrt war. Bei den Steelers fiel neben Ty Morris und Alexander Genze auch ein Topstürmer aus: Torjäger Brent Walton. In der Topscorerliste der 2. Liga ist Walton Vierter, punktgleich mit Fabio Carciola. Der beste Punktesammler der Heilbronner Falken hätte im Derby vorbeiziehen können, vielleicht auch gleich am Zweiten, ebenfalls einem Bietigheimer: PJ Fenton. Aber Fabio Carciola blieb ohne Tor und Vorlage.
Falken - Steelers 5:1 (1:0,2:1,2:0)
Tor: Deske (Nachtmann). Abwehr: Kozhevnikov, Mapes; Baum, Fendt; Gödtel, Danner. Angriff: Fabio Carciola, Léveillé, Marshall; Serikow, Calce, Urquhart; Chris Billich, Capraro, Adriano Carciola; Krull, Steven Billich Tore: 1:0 (9.) Urquhart, 1:1 (26.) St. Jacques, 2:1 (27.) Urquhart, 3:1 (32.) Mapes, (45.) Adriano Carciola, 5:1 (54.) Kozhevnikov
Zuschauer: 3267. Strafminuten: 8/2
 


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