Eisbären verzichten auf möglichen Aufstieg

Eishockey - Die Eisbären Heilbronn werden auch in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga Südwest antreten. Der amtierende Meister verzichtet damit auf den möglichen Aufstieg in die Oberliga.

Eishockey - Die Eisbären Heilbronn werden auch in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga Südwest antreten. Der amtierende Meister verzichtet damit auf den möglichen Aufstieg in die Oberliga. Das vom Deutschen Eishockeybund (DEB) angesetzte Aufstiegsspiel gegen den Bayernliga-Meister Bayreuth war von den Eisbären bereits im Vorfeld des dritten Finalspiels gegen die Baden Rhinos Hügelsheim offiziell abgesagt worden.

„Wenn wir gespielt und gewonnen hätten, hätten wir den Aufstieg in die Oberliga wahrnehmen müssen. Damit wären aber gleich finanzielle Verpflichtungen in fünfstelliger Höhe verbunden gewesen, und diese Beträge können und wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht aufbringen", sagte Eisbären-Vorsitzender und -trainer Kai Sellers.

Hallenproblem

Solange die Infrastruktur um die Heilbronner Kolbenschmidt-Arena nicht entscheidend angepasst werde, sehen die Eisbären keine Chance, um in den Spielbetrieb der Oberliga einsteigen zu können. Zum einen fehle es an Eiszeiten für die erste Mannschaft. Zum anderen müsse für die Teilnahme am Oberliga-Spielbertrieb eine eigene Nachwuchsabteilung gegründet werden.

„Wir werden natürlich das Gespräch mit der Stadt Heilbronn suchen, jedoch müssen wir realistisch bleiben und dürfen nicht erwarten, dass die Stadt in den nächsten Monaten eine Eishalle für uns bauen wird. Für uns sind auch einige grundlegende Dinge wichtig, zum Beispiel, dass sich unsere Situation im Bezug auf Räumlichkeiten sowohl zum Umziehen als auch zum Lagern und Trocknen unserer Materialien erheblich verbessert“, sagte Sellers weiter.

Meldungen über eine Aufnahme der Eisbären in die zweite Eishockey-Bundesliga waren am Montag lediglich ein Aprilscherz. red/son