Alles klar: Kauhanen wird ein Falke

Heilbronner Zweitliga-Aufsteiger bekommt weiteren starken Torwart - 1:4 im ersten Test gegen Mannheim

Von Marco Scheinhof

Alles klar: Kauhanen wird ein Falke
Falke Patrick Strauch wird von Pascal Trepanier unfair gecheckt und kommt zu Fall. Der Mannheimer erhielt dafür eine Zeitstrafe.Foto: Andreas Veigel

Eishockey - Zumindest die Tribüne kennt Ilpo Kauhanen nun bereits. Am Sonntagabend saß der Torhüter der Mannheimer Adler auf den blauen Plastiksitzen der Lavatec-Arena, um seine Mannschaftskameraden zu beobachten. Stellt sich nur die Frage, wem er die Daumen gedrückt hat. Dem deutschen Meister Adler Mannheim oder den Heilbronner Falken? Nach 60 Minuten setzte sich der Gast vor 1718 Zuschauern mit 4:1 (0:0,2:1,2:0) durch.

Kauhanen wird die Adler verlassen und nach Heilbronn wechseln. Damit ist die Torhüterfrage beim Zweitligisten geklärt. Trainer Rico Rossi geht mit dem Duo Danny aus den Birken und Ilpo Kauhanen in die Saison. „Wir werden uns am Dienstag treffen und letzte Details besprechen. Die Tendenz ist aber klar: Wir planen mit Adam Hauser und Robert Müller, Heilbronn hat Danny aus den Birken und Ilpo Kauhanen“, sagte Adler-Manager Marcus Kuhl. Kauhanen sei bereits über die Pläne informiert. „Er will spielen, und das kann er momentan nur in Heilbronn“, so Kuhl. Sollte es in Mannheim zu Torhüterproblemen kommen, könnte Kauhanen wieder zurückwechseln. Einmalig ist das möglich. Zudem kann Adler-Trainer Greg Poss jederzeit Danny aus den Birken anfordern, der mit einer Förderlizenz in Heilbronn spielt.

Für die Falken ist es eine prima Situation. Mit so starken Torhütern kann sonst kein Zweitligist aufwarten. „Kauhanen ist nicht nur ein guter Torwart, sondern auch menschlich wunderbar. Er hat zu mir gesagt, dass er sich freut, zu uns zu kommen“, sagte Falken-Trainer Rico Rossi. Vor dem Spiel hatte er sich mit Kuhl und Kauhanen kurz ausgetauscht.

Danny aus den Birken hat nicht zuletzt am Sonntagabend bewiesen, dass auch er ein sehr guter Torhüter ist. Im ersten Drittel lag es ausschließlich an ihm, dass der deutsche Meister aus Mannheim nicht in Führung ging. Erst im zweiten Abschnitt konnten ihn die Adler überwinden. Christoph Ullmann war zum 1:0 erfolgreich. Doch die Falken schlugen zurück. Tobias Samendinger schoss das 1:1 (25.). Dass das Remis nicht bis zur Pause Bestand hatte, lag an Michael Hackert. Der Ex-Heilbronner markierte das 2:1 (38.) für seinen neuen Arbeitgeber. Nur wenige Sekunden nach Beginn des dritten Abschnitts legte Felix Petermann das 3:1 (41.) für die Mannheimer nach. Sven Butenschön traf dann auch noch. „Es war ein guter Test für uns. Wir haben gesehen, dass wir dieses Jahr körperlich wesentlich stärker sind“, meinte Rico Rossi zufrieden.

Heilbronner Falken:

Tor: Aus den Birken, (Amon).

Abwehr: P. Baum, Schutte, Kohl, Langwieder, Ackermann, Wartenberg, Hill.

Sturm: Petrozza, Caudron, Firsanov, Samendinger, Edwardson, D. Baum, Calce, Filobok, Weibler, Strauch.

Tore: 0:1 (23.) Ullmann, 1:1 (25.) Samendinger, 1:2 (38.) Hackert, 1:3 (41.) Petermann, 1:4 (54,) Butenschön.

Schiedsrichter: Vogl.

Strafminuten: 18/12.

Zuschauer 1718.

Zur Person Ilpo Kauhanen

Der gebürtige Finne besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und fällt somit nicht unter das Ausländerkontingent. Der 33-Jährige sollte in der zweiten Liga zu den stärksten Torhütern gehören. Mit dem EC Bad Tölz spielte Ilpo Kauhanen einst schon in dieser Klasse, danach war er in Kassel, Ingolstadt, Hannover und Mannheim DEL-Schlussmann. red


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