DGB befürwortet S-21-Konferenz

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Der DGB Nordwürttemberg bleibt bei seiner ablehnenden Haltung gegenüber Stuttgart 21, begrüßt aber den Vorschlag mit einer Konferenz den Dialog zwischen S21-Befürwortern und Gegnern wieder anzuregen.

"Es geht nicht mehr nur um das Milliardenprojekt selbst, sondern inzwischen auch um die Art, wie die Forderung der Bürger nach Beteiligung ignoriert wird", teilte Bernhard Löffler, Vorsitzender der DGB-Region Nordwürttemberg, mit. Die Verantwortlichen dürften nicht den Fehler begehen, den zunehmenden Druck der Straße und Einwände aus Gutachten einfach aussitzen zu wollen.

Der DGB kritisiert zudem Arbeitsbedingungen, die bei der Razzia des Zolls auf der Bahnhofsbaustelle aufgedeckt wurden. Die Verstöße reichten vom Unterlaufen des Mindestlohns über die Beschäftigung Scheinselbständiger und die illegale Arbeitnehmerüberlassung bis zur fehlenden Anmeldung bei den Sozialversicherungen.

"Gerade die öffentlichen Auftraggeber haben Sorge zu tragen, dass die beauftragten Firmen sowohl Arbeitnehmerrechte wahren als auch Pflichten gegenüber den Sozialversicherungen erfüllen", so Löffler.