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Weniger Menschen ohne Arbeit

Die Erholung am Arbeitsmarkt setzt sich auch im April auf breiter Front fort. Doch zugleich rückt das Thema Fachkräftemangel wieder in den Mittelpunkt.

von dpa und Jürgen Paul
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Lesezeit 2 Min

Der Krieg in der Ukraine wirkt sich bisher nicht auf den deutschen Arbeitsmarkt aus. Im April setzte sich die Erholung auf breiter Front fort. Allerdings rückt nun ein altbekanntes Problem wieder in den Blickpunkt: Der Fachkräftemangel.

 

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Keine Anzeichen für Trendwende

Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt sorgt für sinkende Zahlen. Bundesweit waren zum Stichtag 2,31 Millionen Menschen ohne Arbeit - das sind 53.000 weniger als im März. Die Quote ging leicht auf 5,0 Prozent zurück. "Dem Grunde nach sehen wir ehrlich gesagt keine Anzeichen für einen grundlegenden Trendwechsel in dem positiven Ausblick, trotz des Krieges", gab sich Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, optimistisch. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wies darauf hin, dass "Arbeitgeber mehr Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit melden als je zuvor". Aktuell gibt es mehr als 800 000 offene Stellen in Deutschland.

 

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Unternehmen suchen Mitarbeiter

Die Unternehmen im Land und in der Region klagen trotz der widrigen Rahmenbedingungen über massive Personalprobleme. Vor allem im Handwerk, im Baugewerbe und im Hotel- und Gaststättenbereich fehlt es an Fachkräften und Auszubildenden. Bei der letzten Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken, die am 10. Februar veröffentlicht wurde, bezeichneten knapp 57 Prozent aller Betriebe den Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko.

Auch im Land und in der Region ist der Erholungspfad weiterhin intakt. In Baden-Württemberg waren zuletzt 209 100 Menschen ohne Job - das sind rund 3800 weniger als im März. Die Quote sank auf 3,3 Prozent. Die Arbeitgeber meldeten der Agentur 25 600 neue Stellenangebote, das ist rund ein Viertel mehr als im Vorjahresmonat. "Der Bestand an gemeldeten Stellen liegt nun wieder auf dem Niveau von April 2019", teilte die Landesarbeitsagentur in Stuttgart mit.

 

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In Stadt und Landkreis Heilbronn sank die Zahl der Arbeitslosen im April um 138 auf 9123 Männer und Frauen. Die Quote blieb unverändert bei 3,3 Prozent. "Die saisonale Belebung auf unserem Arbeitsmarkt hat sich weiter fortgesetzt. Trotz der krisenhaften Rahmenbedingungen ist der Arbeitsmarkt im Heilbronner Raum im Frühjahr weiter stabil", sagte Manfred Grab, Leiter der Arbeitsagentur Heilbronn. Viele Betriebe hätten aber nach wie vor Schwierigkeiten, zeitnah geeignete Fachkräfte zu finden.

Auch im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim sind die Zahlen rückläufig. Im April zählte die Arbeitsagentur 9572 Arbeitslose - 329 weniger als im März. Die Quote sank auf 2,8 Prozent. Im Hohenlohekreis waren 1795 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 29 weniger als im März. Die Quote liegt bei 2,6 Prozent. Der Bestand an Stellenangeboten legte auf 1336 offene Stellen zu - das sind 59,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. 

 

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