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KI-Event in Brackenheim: "KI wird die Arbeitswelt verändern"

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Bei Schunk in Brackenheim-Hausen trafen sich unterschiedlichste Akteure, um sich mit Künstlicher Intelligenz zu beschäftigen. Die Familienfirma will das Thema in der Unternehmenskultur verankern.

Fabian Ballier erläuterte den Teilnehmern des KI-Events, wie Künstliche Intelligenz im CoLab von Schunk eingesetzt wird.
Foto: Jürgen Paul
Fabian Ballier erläuterte den Teilnehmern des KI-Events, wie Künstliche Intelligenz im CoLab von Schunk eingesetzt wird. Foto: Jürgen Paul  Foto: Paul, Jürgen

Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde - erst recht in der Region Heilbronn, wo mit dem Innovation Park Artificial Intelligenz Ipai ein europäisches Leuchtturmprojekt in Sachen KI entstehen soll. Bevor der erste Spatenstich für den Ipai gemacht ist, hat das Thema Fahrt aufgenommen. Etliche Akteure in der Region beschäftigen sich intensiv mit KI, das unseren Alltag in Zukunft enorm prägen wird.

Zwei Begriffe hört man dabei immer wieder: Ökosystem und Netzwerk. Alle relevanten Personen, Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Behörden sollen gemeinsam das weite Feld der KI bespielen, sich untereinander austauschen und vernetzen. Dadurch soll die Akzeptanz der neuen Technologie in der mitunter skeptischen Bevölkerung gesteigert werden.


TUM Campus Heilbronn und Hochschule Heilbronn beim KI-Event

Unter dem Netzwerkgedanken stand auch die Veranstaltung "KI - Mein Wettbewerbsvorteil von morgen?" am Donnerstag bei der Firma Schunk. 103 Teilnehmer waren ins Schunk-Werk nach Brackenheim-Hausen gekommen, um sich dem Thema KI zu nähern. Der Teilnehmerkreis zeigt, dass das regionale KI-Netzwerk wächst und gedeiht.

Der TUM Campus Heilbronn, die Hochschule Heilbronn und die Programmierschule 42 waren genauso vertreten wie IHK, Fraunhofer, der Digitalhub hfcon oder der Ipai. Auch die Arbeitsagenturen Heilbronn und Ludwigsburg waren vor Ort. "Für uns ist KI ein großes Thema, denn es wird die Arbeitswelt verändern", sagt Manfred Grab, Leiter der Arbeitsagentur Heilbronn. Es gebe hier zahlreiche Fördermöglichkeiten der Arbeitsagenturen.

Wie kommt KI in die Produkte?

Für Schunk spielt Künstliche Intelligenz eine immer wichtigere Rolle, wie der Projektverantwortliche Timo Gessmann berichtete. In den Maschinen, mit denen das Unternehmen seine Greifer oder Spannbacken produziert, stecke bereits viel KI drin.

Nun komme es darauf an, Künstliche Intelligenz sinnvoll in die Produkte zu bringen, um den Kunden einen Mehrwert zu bieten. Als Beispiel nennt Gessmann intelligente Sensoren, die eine Überwachung in Echtzeit ermöglichen.

Neueste Robotertechnologien und intelligente Greifer

Das Lauffener Unternehmen beschränkt KI nicht auf Produktion und Technik, sondern will das Thema in der Unternehmenskultur verankern. "Wir wollen eine Offenheit für neue Technologien schaffen", so Gessmann. Dazu biete man KI-Schulungen an, die sehr gut bei den Mitarbeitern ankämen.

Die Teilnehmer des KI-Tags konnten sich beim Rundgang durch das Schunk CoLab über neueste Robotertechnologien und intelligente Greifer informieren, sich vom Heilbronner Hochschullehrer und KI-Experten Nicolaj Stache in die Grundlagen der KI einführen lassen oder von Robert Rost vom Bönnigheimer Automatisierungsspezialisten Xactools erläutern lassen, wie sein Unternehmen KI einsetzt. Und es blieb genügend Zeit, um bei Butterbrezeln und Kaffee über Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz zu diskutieren - ganz im Sinne des Netzwerkgedankens.

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