Stellenabbau bei EGO droht – fallen 300 Jobs beim Zulieferer weg?
Am Stammsitz von EGO in Oberderdingen wird über Stellenstreichungen und Verlagerungen diskutiert. Medienberichten zufolge sollen 300 Jobs wegfallen, das Unternehmen bestätigt das aber nicht.

Beim Haushaltsgeräte-Zulieferer EGO drohen Stellenstreichungen und Verlagerungen. Medienberichten zufolge sollen am Stammsitz in Oberderdingen rund 300 Arbeitsplätze wegfallen. Das Unternehmen bestätigt diese Angaben der "Badischen Neuesten Nachrichten" (BNN) allerdings nicht.
Eine EGO-Sprecherin teilte auf Stimme-Anfrage mit: "Auch am EGO-Stammsitz in Oberderdingen soll es möglicherweise Anpassungsmaßnahmen geben." In der vergangenen Woche seien die Mitarbeiter über mögliche Veränderungen informiert worden, nun gebe es Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern, um "gemeinsame Lösungen zu suchen." Zuletzt arbeiteten 1390 Mitarbeiter am EGO-Stammsitz.
Die Nachfrage nach Hausgeräten ist weiterhin rückläufig – verlagert EGO ins Ausland?
Hintergrund der diskutierten Maßnahmen ist der Sprecherin zufolge der weltweite Nachfragerückgang in der Hausgerätebranche. Nach einem schwierigen Jahr 2023 gehe man auch für dieses Jahr nicht von einer schnellen Erholung der Branche aus. EGO hat auf die Marktschwäche bereits mit einem Stellenabbau reagiert. Weltweit arbeiteten im Oktober 2022 rund 6250 Männer und Frauen für EGO, ein Jahr später waren es nur noch 5350.
Die "BNN" berichtet mit Verweis auf Firmeninsider, dass auch die Verlagerung verschiedener Produkte von Oberderdingen ins Ausland geplant sei. So sollen Kochplatten in die Türkei verlagert werden, ein Teil der Elektronik nach Polen, Thermostate und Finanzbuchhaltung nach Kroatien. Auch die Produktionslogistik soll ausgelagert werden, und der Anlagenbau soll den Gerüchten zufolge bis Sommer 2024 geschlossen werden. Dazu äußerte sich das Unternehmen nicht.
Zuletzt wurde bekannt, dass beim Automobil-Zulieferer Magna der Kölner Standort geschlossen werden soll.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare