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Deutsche Bank baut Geschäft in der Region aus

Im Marktgebiet Württemberg Ost hat sich das Institut im vergangenen Jahr gut entwickelt. Die Kunden fragen verstärkt nach nachhaltigen Anlagemöglichkeiten. Und der Ukraine-Krieg beschäftigt Sparer und Unternehmen.

Jürgen Paul
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Deutsche Bank baut Geschäft in der Region aus
Die Deutsche Bank hat im Marktgebiet Württemberg Ost, zu dem auch Heilbronn gehört, im vergangenen Jahr gute Geschäfte gemacht. Anleger setzen vermehrt auf nachhaltige Investments. Foto: dpa  Foto: Hauke-Christian Dittrich

Die Deutsche Bank hat 2021 in der Region trotz schwieriger Rahmenbedingungen gute Geschäfte gemacht. Wie das Institut mitteilte, ist das Geschäftsvolumen im Marktgebiet Württemberg Ost um 10,3 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro gewachsen. In Heilbronn legte die Deutsche Bank um 8,3 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu. Filialdirektorin Carmen Nägele zeigte sich angesichts des herausfordernden Marktumfeldes zufrieden mit diesem Ergebnis. Aktuell betreut die Deutsche Bank im Marktgebiet 183.600 Kunden, davon rund 31.000 in Heilbronn.

Trend zu Aktien und Fonds setzt sich fort

Carmen Nägele hat zuletzt ein hohes Interesse der Kunden an nachhaltigen Investments und Finanzierungen festgestellt. Auch die steigende Inflation und die geeignete Vermögenssstrategie in der Ukraine-Krise treibe die Menschen um. Der Trend zur Anlage in Aktien und Fonds halte an. Nägele: "Aktien können bei steigender Inflation einen gewissen Schutz bieten. Bei den derzeitigen volatilen Märkten setzt dies aber Geduld und einen mittelfristigen Anlagehorizont voraus." Das Depotvolumen ist in Württemberg Ost um 21,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro gestiegen. In Heilbronn gab es ein Plus von 25,6 Prozent auf 610 Millionen Euro. Insgesamt stieg das Einlagevolumen auf 4,4 Milliarden Euro, davon 515 Millionen Euro in Heilbronn.

Immobilienboom hält weiter an

Das Kreditvolumen steigerte die Deutsche Bank im Marktgebiet 2021 um 2,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro - davon entfielen 634 Millionen Euro auf Heilbronn (plus 6,7 Prozent). Gefragt waren weiterhin vor allem Baufinanzierungen. "Immobilieneigentümer profitieren von der Inflation", betont Carmen Nägele. Denn während Mieter mit steigenden Mieten rechnen müssten, überwiesen Käufer weiterhin die gleiche Kreditrate an die Bank.

Erfolgreich entwickelte sich auch das Geschäft mit Firmenkunden. Sowohl der Gesamtertrag als auch das Kreditvolumen legten 2021 zu, berichtet Eric Siber, Marktgebietsleiter Firmenkunden. Der Beratungsbedarf bei international tätigen Unternehmen sei infolge des Ukraine-Kriegs deutlich gestiegen. "Wir stehen unseren Firmenkunden gerade jetzt zur Seite - mit unserem weltweiten Netzwerk und mit schneller, praxisnaher Hilfe", versichert Siber.

Firmenkunden wollen sich nachhaltig aufstellen

Auch bei den Firmenkunden steht das Thema Nachhaltigkeit hoch im Kurs. "Es zählt heute zu unseren Kernaufgaben, dass wir Firmenkunden bei ihrer ESG-Transformation begleiten und mit ihnen darüber einen strategischen Dialog führen, etwa mit Blick auf nachhaltige Finanzierungen", sagt Siber. ESG steht für Environmental Social Governance - also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.

 
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