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Arbeitslosigkeit sinkt auch im April

Ungeachtet des Ukraine-Kriegs und dessen Folgen entspannt sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Folgen der Corona-Pandemie werden damit schrittweise überwunden - auch in der Region Heilbronn und im Hohenlohekreis.

von Jürgen Paul und dpa
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Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich auf breiter Front fort. In Stadt und Landkreis Heilbronn sank die Zahl der Arbeitslosen im April um 138 auf 9123 Männer und Frauen. Die Quote blieb unverändert bei 3,3 Prozent.

„Die saisonale Belebung auf unserem Arbeitsmarkt hat sich weiter fortgesetzt. Trotz der krisenhaften Rahmenbedingungen ist der Arbeitsmarkt im Heilbronner Raum im Frühjahr weiter stabil“, sagte Manfred Grab, Leiter der Arbeitsagentur Heilbronn. 

Viele Betriebe haben laut Grab nach wie vor Schwierigkeiten, zeitnah geeignete Fachkräfte zu finden. Die Arbeitsagentur setzt daher weiter auf Qualifizierung, dem Schlüssel für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt und dauerhafte Beschäftigung. Erfreulich sei, dass die Unternehmen weiterhin auf Ausbildung setzen. „Nach zwei Jahren Pandemie brauchen jungen Menschen jetzt aber auch berufliche Praktika, um die Arbeitswelt kennenzulernen und besser entscheiden zu können, ob der Beruf passt“, sagt Grab.

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Rückgang auch in Hohenlohe

Auch im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim ist die Zahl der Erwerbslosen rückläufig. Im April zählte die dortige Arbeitsagentur 9572 Arbeitslose, das sind 329 weniger als noch im März. Die Quote ist leicht auf 2,8 Prozent gesunken. „Erfreulich ist, dass alle Personengruppen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit ist um knapp 13 Prozent innerhalb eines Jahres zurückgegangen“, so Stefan Schubert, der operative Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. 

Im Hohenlohekreis waren im April 1795 arbeitslos gemeldet, das sind 29 weniger als im März. Die Quote ist erneut gesunken und liegt nun bei 2,6 Prozent. Der Bestand an Stellenangeboten legte erneut auf nun 1336 offene Stellen zu – das sind 59,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Erholung setzt sich auch im Land und bundesweit fort

Im Südwesten ist die Zahl der Arbeitslosen im April weiter zurückgegangen. Gemeldet waren annähernd 209.100 Menschen und damit rund 3800 weniger als im Vormonat, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank im Vormonatsvergleich um 0,1 Punkte auf nun 3,3 Prozent. Im April 2021 hatte sie noch 4,2 Prozent betragen. Die Zahl der Betriebe mit Kurzarbeit sank gegenüber dem Vormonat.

Bundesweit waren im  April waren 2,309 Millionen Menschen ohne Job. Das sind 53.000 weniger als im März und 462 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Quote sank um 0,1 Punkte auf 5,0 Prozent. Im Vergleich zum April 2021 sank sie sogar um einen kompletten Prozentpunkt.

 

 

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