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Bönnigheimer Garnhersteller Amann schließt letztes deutsches Werk

  
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Augsburg war der letzte Produktionsstandort für die Amann-Group, die einst die Sontheimer Zwirnerei Ackermann über deren Nachfolgefirma übernommen hat. Bald ist auch in Bayern Schluss.

Die Amann Group schließt das letzte Werk in Deutschland.
Die Amann Group schließt das letzte Werk in Deutschland.  Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Der Nähgarnhersteller Amann Group will Ende des Jahres seine Fertigung in Augsburg schließen. Dadurch sollen 145 Arbeitsplätze wegfallen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Übrig blieben dann nur noch zentrale Funktionen wie Entwicklung, Einkauf und Qualitätsmanagement. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern sollen nun aufgenommen werden.

Amann begründet sein Vorhaben damit, dass sich die Kostensituation seit 2015 verschlechtert habe. Genannt werden hohe Energiekosten in Verbindung mit einer hohen Inflationsrate sowie eine schwache Auslastung wegen des Konsumrückgangs. Auch Investitionen in die Produktivität in Höhe von fünf Millionen Euro hätten keine Trendwende gebracht.

Das Werk Augsburg gehört seit 1994 zu Amann. Damals wurde parallel die einstige Zwirnerei Ackermann in Heilbronn-Sontheim geschlossen. Amann mit Sitz in Bönnigheim beschäftigt etwa 2600 Mitarbeiter an derzeit sieben Standorten und kommt auf etwa 240 Millionen Euro Umsatz. In Bönnigheim ist noch die Konzernzentrale ansässig, in Erligheim besteht ein Logistikzentrum.

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