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SLK verlegt erstmals Covid-Patient nach Hessen

Die Intensivstation ist ausgelastet, vereinzelt werden Patienten in andere Krankenhäuser ausgeflogen. Die Verteilung erfolgt zunächst innerhalb des Landes. Jetzt hat Heilbronn erstmals das sogenannte Kleeblatt für eine länderübergreifende Verlegung aktiviert.

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Coronavirus - Intensivstation
Medizinisches Personal arbeitet auf einer Intensivstation des RKH Klinikum Ludwigsburg in einem Zimmer mit Covid-19-Patienten, die im Koma liegen. Foto: dpa

In den SLK-Kliniken reichen laut Klinikdirektor Professor Marcus Hennersdorf die Intensiv-Kapazitäten bislang gerade so aus, trotzdem mussten in den vergangenen Wochen bereits sechs Patienten in andere Krankenhäuser verlegt werden.

Baden-Württemberg hat sechs Einheiten gebildet, um die Verteilung von Covid-Patienten zu koordinieren. Heilbronn bildet dabei ein Cluster mit Stuttgart und Ludwigsburg. Verlegungen aus dem SLK-Klinikum gingen in den vergangenen Wochen allerdings an die Unikliniken nach Heidelberg und Freiburg, da es dort freie Kapazitäten gab.

Bei Engpässen werden Patienten verteilt

Am Mittwoch wurde zum ersten Mal das sogenannte Kleeblatt aktiviert und ein Patient in ein anderes Bundesland nach Hessen ausgeflogen. Das Konzept für länderübergreifenden Patiententransport teilt die Bundesrepublik in fünf verschiedene Regionen. Zum Südwesten gehören Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen. Kommt es regional zu Engpässen auf Intensivstationen wird innerhalb dieses Kleeblatts eine überörtliche Verlegungen koordiniert.

Im Hohenloher Krankenhaus Öhringen konnten bislang in der vierten Welle alle an Corona erkrankten Menschen behandelt werden. "Lediglich einen beatmeten Covid-Patienten haben wir vergangene Woche ins Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim verlegt", erklärt Pflegedirektor Stefan Bort. Aufgrund des engen Austauschs zwischen den beiden Kliniken der BBT-Gruppe sei das auf "dem kurzen Dienstweg" möglich gewesen.

In der Regel werden Verlegungen aus oder ins Krankenhaus Öhringen ebenso wie in Heilbronn über das Intensiv-Cluster koordiniert. Auch das Hohenloher Krankenhaus gehört zum Versorgungsgebiet Stuttgart/Ludwigsburg mit den Kreisen Stuttgart, Ludwigsburg, Heilbronn Stadt, Heilbronn Land, Böblingen, Rems-Murr, Schwäbisch Hall und Hohenlohe. Das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim ist Teil des Versorgungsgebiets Heidelberg. Weitere Cluster seien Karlsruhe sowie die Regionen um die Unikliniken in Tübingen, Freiburg und Ulm.

Gemeinsames Betten-Management im Cluster

Innerhalb des Clusters gebe es ein gemeinsames Betten-Management, informiert die BBT-Gruppe. Jeden Tag meldeten die Intensivkoordinatoren der teilnehmenden 120 Krankenhäuser im "Ressource Board" ihre freien Kapazitäten auf der Normal- und Intensivstation. Sollte eine Verlegung erforderlich sein, könne der Cluster- Koordinator gezielt jenes Krankenhaus anrufen, das noch freie Betten habe. Darüber hinaus gibt es einen zentralen Koordinator, der überregionale Verlegungen organisiert.


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