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Schulpartner helfen auch bei den Hausaufgaben

Kommunen in der Region haben verschiedene Möglichkeiten, wie sie externe Angebote finanzieren

Petra Müller-Kromer
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Lesezeit 2 Min
Schulpartner helfen auch bei den Hausaufgaben
In Neckarsulm bietet die Sport-Union nicht nur Bewegung, sondern auch Hausaufgabenbetreuung an. Für die Kooperationen gibt es extra drei FSJler. In Heilbronn helfen Jugendbegleiter.  Foto: snowing12/stock.adobe.com

Wie Vereine die Zusammenarbeit mit den Schulen organisieren, ist in den einzelnen Kommunen ganz unterschiedlich geregelt. Die Sport-Union Neckarsulm (SUN) kooperiert seit Jahren mit acht Schulen, so Andreas Bracht, Sprecher der Stadtverwaltung. "Sie veranstaltet und unterstützt hauptsächlich Sport-AGs, engagiert sich aber auch bei der Pausenaufsicht und Hausaufgabenbetreuung."

Die Kooperation muss durch einen Vertrag nachgewiesen sein

Die Stadt bezuschusst das Ganze. Voraussetzung: "Die Zusammenarbeit muss 30 Schulstunden im Jahr umfassen, sich auf ein volles Schuljahr erstrecken und durch einen Vertrag nachgewiesen sein." Dann gibt es für den Verein einen städtischen Zuschuss von 250 Euro pro Jahr und Kooperation. Das gilt auch für die Kitas.

In Neckarsulm kommt der Sportverein auf Schulen zu

Im Unterschied zu Heilbronn müssen die Schulen nicht selbst aktiv werden, der Verein kommt auf sie zu. "Seit vielen Jahren fragen wir am Jahresanfang direkt die Bedarfe ab", sagt SUN-Geschäftsführer Kai Stettner. Nahezu alle Schulen seien beteiligt, im Durchschnitt nutzten sie fünf, sechs Stunden die Woche. "Die Partnerschaft klappt sehr gut. Unsere Leute sind etwa auch beim Schwimmunterricht stark nachgefragt."

Drei FSJler kümmern sich um die Kooperationen

Extra für diese Aufgaben beschäftigt der Verein derzeit drei junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren (FSJ). "Lucie-Marie Kretzschmer hat zum Beispiel bei uns FSJ gemacht, sie ist Teil des Bundeskaders," sagt Stettner. Und war natürlich prädestiniert für Handball-AGs. Generell kommen Ball-AGs gut an. "Einfach alles, was mit Ball zu tun hat", sagt Stettner.

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Die Stadt Heilbronn steckt viel Geld in ihre Bildungshäuser. Private Träger ergänzen die öffentlichen Einrichtungen, und da tut sich auch vieles.

Möglich werden Kooperations-Angebote, etwa in Heilbronn, auch durch die so genannte Monetarisierung, erklärt Dr. Anne Lepper, stellvertretende Leiterin des Schul-, Kultur- und Sportamts der Stadt Heilbronn. Ganztagsschulen können maximal 50 Prozent ihrer zusätzlich zugewiesenen Ganztags-Lehrerwochenstunden sozusagen zu Geld machen und damit Angebote außerschulischer Partner finanzieren.

Heilbronn hat eine Koordinierungsstelle außerschulischer Angebote eingerichtet

Die Schulleitung beschließt jedes Schuljahr neu, wie viele Lehrerwochenstunden dafür umgewandelt werden. Das selbe gilt auch für die Grundstufen der Sonderpädagogischen Bildungszentren SBBZ mit Schwerpunkt Lernen. "Monetarisierung wird oft da eingesetzt, wo die Personalausstattung knapp ist", sagt Anne Lepper. Heilbronn hat eine Koordinierungsstelle außerschulischer Angebote in der Stadt eingerichtet.

Außerdem gibt es 174 Jugendbegleiter in Heilbronn

Zusätzlich gibt es die Jugendbegleiter, die in der Stadt verstärkt in weiterführenden Schulen zum Einsatz kommen. Es handelt sich hierbei um ein Programm des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport für alle öffentlichen Schulen des Landes, das von der Jugendstiftung Baden-Württemberg in deren Auftrag koordiniert und umgesetzt wird. In der Stadt gibt es 174 aktive Jugendbegleiter, berichtet die stellvertretende Leiterin des Schul- Kultur- und Sportamts.

Ältere Schüler seien dabei, Berufstätige oder Rentner. Sie bieten etwa Hausaufgabenbetreuung, Theater, Schach und Sport. Über die Höhe der Entschädigung entscheidet die Schulleitung in Absprache mit den Ehrenamtlichen.

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