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Kita-Personal in Stadt- und Landkreis Heilbronn erneut im Warnstreik

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Eine Kundgebung auf dem Heilbronner Kiliansplatz fällt dem schlechten Wetter zum Opfer. Die Arbeitgeber haben sich laut Verdi noch kein Stück bewegt.

Es musste schnell gehen mit der Kundgebung zum Kita-Streik auf dem Kiliansplatz. Die Rednerin Nancy Hehl beendete ihre auf zehn Minuten eingekürzte Ansprache bereits einige Minuten vor offiziellem Start der Veranstaltung am Mittwoch um 10 Uhr, als die ersten Tropfen fielen. Der pünktlich einsetzende Platzregen trieb dann die etwa 350 erschienenen Erzieherinnen und Erzieher erst unter die Vordächer der umliegenden Läden und dann schnell nach Hause.


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Berlin (dpa)
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Kiliansplatz war gut gefüllt

Katharina Kaupp ist mit dem Warnstreik dennoch zufrieden: "Der Platz war gut gefüllt", sagt die Verdi-Bezirksgeschäftsführerin. "Und es ist sogar eine neue Gemeinde hinzugekommen." Neben den städtischen Kindergärten in Gundelsheim, Bad Friedrichshall, Neckarsulm, Heilbronn, Untergruppenbach und Lauffen habe erstmalig auch Langenbrettach gestreikt.

Nancy Hehl, die bei Verdi auf Landesebene für den Bereich soziale Erziehungsarbeit zuständig ist, habe an die Versammelten appelliert, nächste Woche besonders stark in den Ausstand zu treten. Denn bevor am 16. und 17. Mai die nächsten Verhandlungsrunden stattfinden, wollen sich die Beschäftigten im öffentlichen Sozial- und Erziehungsdienst am 11. Mai noch mal auf dem Kiliansplatz versammeln.

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Dann wird auch streikendes Kita-Personal aus Hohenlohe und Franken in Bussen anreisen und den Platz füllen. Das sei nötig, so Kaupp, weil die "Arbeitgeber noch keinen Rucker gemacht haben". Daher sollten die Menschen, die in diesem Bereich arbeiten, zeigen, dass sie hinter den Forderungen stehen.

Es geht um die Anerkennung des Erzieherberufs in Form von besseren Arbeitsbedingungen sowie mehr Anspruch auf Qualifizierung und Weiterbildung. Dann würden sich mehr Fachkräfte ausbilden lassen und zur Entlastung in der angespannten Personallage beitragen.

 

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