Region
Lesezeichen setzen Merken

Kinder lernen bei "Ziki" mit der Zeitung die Welt der Buchstaben kennen

An 40 Kindergärten und Kitas in der Region beginnt diese Woche eine ganz besondere Zeit: die Ziki-Zeit. Bis 20. November erkunden 700 Vorschüler mit der Zeitung die Welt der Buchstaben.

Andreas Tschürtz
  |  
Im Kindergarten ist jetzt Ziki-Zeit
Stimmchenbesuch 2019: So nah wie vor Corona werden die Kinder dem Stimmchen diesmal nicht kommen. Viele Besuche finden im Freien statt. Foto: Archiv/Mugler

Bereits zum neunten Mal findet das Projekt zur vorschulischen Lern- und Leseförderung statt. Und trotz bewegter Pandemie-Zeiten wollten wieder mehr Einrichtungen mitmachen, als Plätze zur Verfügung stehen. So bekommen nun rund 700 Kinder drei Wochen lang kostenlos ihre eigene Zeitung in den Kindergarten.

Mehr zum Projekt www.ziki-stimme.de

"Buchstaben suchen, Fotos ausschneiden, Politiker wiedererkennen, Sprechanlässe finden - zum Teil sind schon Dreijährige von der Zeitung fasziniert", beschreibt Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer, was die Kinder bei Zeitung im Kindergarten erleben. Was das mit Lesen lernen zu tun hat? Lesen beginnt nicht erst in der Schule. Schon viel früher spielt die Sprach- und Schriftumwelt von Kindern in der Familie und im Kindergarten eine wichtige Rolle. "Ziki weckt den Spaß am Umgang mit Buchstaben, am Lesen und am gemeinsamen Entdecken", erklärt Esther Merkelt von der Dortmunder Medienagentur MCT, die das Frühförderprojekt entwickelt hat. "Schon Kindergartenkinder profitieren davon, wenn sie früh Erfahrungen mit der Schriftsprache machen." Aus diesem Grund unterstützt auch die Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken (AIM) das Stimme-Projekt von Beginn an.

Sprachkompetenz der Kinder stärken

Ein weiterer Schwerpunkt von Ziki ist die Stärkung der Sprachkompetenz der Kinder. "Die Zeitung mit ihren Fotos und vielfältigen Themen regt die Kinder an, Fragen zu stellen, sich auszutauschen und zu erzählen", so Merkelt.

Für die Kinder selbst steht natürlich der Spaß im Vordergrund. Auch für die Erzieherinnen und Erzieher, die oft seit Jahren mitmachen, sollen die drei Projektwochen keine Last sein, sondern eine tolle und besondere Zeit - auch oder gerade jetzt angesichts Corona. "Es ist gut, dass die Kinder so auch ein Stück Normalität erleben dürfen", sagt Cornelia Schweiker vom Städtischen Kindergarten Zeppelin in Schwaigern.

Lea Denz vom Evangelischen Kindergarten Waldau in Bad Friedrichshall-Kochendorf erzählt: "Die Kinder sind schon total happy und begeistert. Letztes Jahr haben viele bei den Älteren was mitbekommen. Jetzt freuen sich unsere Bären und Füchse aufs Stimmchen." Wie in anderen Kindergärten können die Kinder nicht wie sonst in einer gemeinsamen Ziki-Gruppe am Projekt teilnehmen - wegen Corona. Hier wie anderswo herrscht aber Zuversicht, dass alles gut wird. "Corona schränkt den Ablauf schon ein", sagt etwa Tina Kern von der Kita Stobacher Kinderland in Pfedelbach-Untersteinbach. "Aber das Projekt war beim letzten Mal so superschön und interessant. Das kriegen wir schon hin."

 

Kommentar hinzufügen
Kommentar hinzufügen
  Nach oben