Ilsfeld
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Impfwillige in Ilsfeld warten bis zu drei Stunden im Auto

Mit dem Auto zur Impfung: Dieses Angebot war in Ilsfeld am Sonntag sehr gefragt. Bis zum Abend waren 1500 Dosen verimpft, die Wartezeit betrug mehrere Stunden. Erstimpfungen spielten allerdings eine untergeordnete Rolle.

Von Harald Schmidt
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Sich ins Auto setzen, hinfahren, Seitenscheibe runter, Impfung abholen und weiterfahren. Einfacher und unbürokratischer als bei der von der Gemeinde Ilsfeld am Sonntag organisierten Impfaktion dürfte es nicht mehr gehen. Dementsprechend groß war der Andrang auf dem zum Impfgelände umgestalteten Kaufland-Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Autobahnanschlusses. Schon am frühen Vormittag hatte sich eine lange Fahrzeugkolonne gebildet.

 

Keine Klagen über lange Wartezeiten

Die entstandenen Wartezeiten von bis zu drei Stunden wurden laut Bürgermeister Thomas Knödler jedoch von allen ohne Murren in Kauf genommen. Für den reibungslosen Ablauf bei der An- und Abfahrt und für die Einhaltung der Ordnung auf dem Gelände sorgte das Team um Organisatorin Brigitte Stubenhofer. „Von der Verwaltung, vom Bauhof, der Feuerwehr und dem DRK-Ortsverein haben sich genügend Freiwillige gemeldet. Die Leute stehen alle hinter der guten Sache“, freute sich die Leiterin des Bürgermeisterbüros. Die Impfungen führte das mobile Team der Ärztepartnerschaft Keller & Friends aus Heilbronn durch, das sich aus ehemaligen Mitarbeitern des Impfzentrums Auenstein gebildet hat.

 

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Vor allem Booster sind gefragt

„Wir machen das gerne, da wir alle von der Notwendigkeit der Impfung überzeugt sind“, erklärte Dominic Keller. Neben zwei Impfstraßen stand impfwilligen Fußgängern eine zusätzliche Station zur Verfügung. Am frühen Nachmittag hatte sich der Andrang etwas abgeschwächt und die Wartezeit auf eine Stunde verringert. Von den 2000 zur Verfügung stehenden Impfdosen waren zu diesem Zeitpunkt etwa die Hälfte verbraucht. „Überwiegend sind die Booster-Impfungen gefragt, Zweitimpfungen spielen fast keine Rolle“, sagte Keller. Den Anteil der Erstimpfungen schätzte er auf 30 Prozent. Verwendet wurden Impfstoffe von Johnson & Johnson, sowie Biontech. Viele der Autofahrer hatten für die Chance zur Impfung eine längere Anfahrtsstrecke auf sich genommen.

 

Manche nehmen lange Anreise in Kauf 

So waren Kennzeichen aus den Kreisen Pforzheim, Reutlingen, Waiblingen oder auch Mosbach und Künzelsau keine Seltenheit. Die Motivation zur Impfung zu kommen war recht unterschiedlich. Während die Abnehmer der Booster-Impfung einfach nur froh darüber waren, waren einige der Erstimpflinge nicht aus eigener Überzeugung gekommen. Die meisten der Befragten winkten nur ab, Patric Warkocz aus Walldürn hingegen redete Klartext. „Ich lasse mich nur impfen, damit ich weiter zur Arbeit kann“ sagte er. Auch seine Freundin war auch nur aus diesem Grund mitgekommen.

„Ich bekomme heute meine Booster-Impfung, da macht mir die Wartezeit nichts aus“, war Jörg Bammesberger aus Güglingen zufrieden. Die selbstständige Kosmetikerin und gelernte Arzthelferin Franziska Hutz und Dr. Hagen Weiß, Oberarzt im SLK-Klinikum, kümmerten sich um eine der Impfstraßen. „Das läuft wirklich gut, dafür haben wir gerne den freien Sonntag geopfert“, sagten sie. 


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